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Deutsche Bank

Gericht schlägt Millionenzahlung an Kirch vor

Die Deutsche Bank hat im Streit mit dem Medienunternehmer Leo Kirch einen Vergleichsvorschlag abgelehnt. Wie die "Zeit" am Montag vorab berichtete, hat das Oberlandesgericht München vorgeschlagen, dass die Deutsche Bank 775 Millionen Euro an Kirch und seine früheren Unternehmen zahlt, um auf diese Weise alle Rechtsstreitigkeiten beizulegen.

Laut "Zeit" hat das Gericht in einem sogenannten Hinweisbeschluss vom 24. März 2011 festgestellt, die Bank und ihr früherer Vorstandssprecher Rolf-Ernst Breuer könnten 2002 eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung Kirchs begangen haben. Eine Haftung wegen dieses Delikts komme "ernsthaft in Betracht", hätten die Richter geschrieben und dies mit einer Reihe von Indizien begründet, die gegen die Deutsche Bank sprächen.

Angebot abgelehnt

Die Deutsche Bank habe den Vergleichsvorschlag des Gerichts allerdings umgehend abgelehnt. Der Zeitung habe die Bank mitgeteilt: "Es handelte sich um eine vorläufige Einschätzung des Gerichts, die aus unserer Sicht so schon nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme vom 25. März 2011 nicht mehr aufrecht zu halten war. Herr Breuer wollte mit der Interviewäußerung Herrn Kirch nicht schädigen."

Kirch macht die Deutsche Bank und Breuer für die Pleite des Kirch-Media-Konzerns im April 2002 verantwortlich. Breuer hatte zwei Monate zuvor in einem Fernsehinterview über den Konzern gesagt: "Was man alles lesen und hören kann ist, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder Eigenmittel zur Verfügung zu stellen."

(dapd )


 


 

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