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DAX nähert sich Jahrestief - Sorge um US-Wirtschaft

Die Angst vor einer neuerlichen Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft USA hat den Dax auch am Mittwoch in den Keller geschickt - den sechsten Börsentag in Folge. Der deutsche Leitindex verlor zeitweise fast 250 Punkte auf 6.544 Zähler, nur noch 50 Punkte vom Jahrestief entfernt, auf das er nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima gestürzt war.

Bis Handelsende erholte sich der Dax wieder leicht und notierte beim Schlussgong bei 6.640 Punkten, ein Minus von 2,3 Prozent. Der MDax verlor 2,4 Prozent auf 9.719, der TecDax büßte 3,2 Prozent auf 762 Zähler ein.

Auslöser für den Kurssturz waren einmal mehr schwache Konjunkturdaten aus den USA: Der Index für die Geschäftsaktivität im Dienstleistungssektor fiel auf 52,7 Punkte. Damit wurde das niedrigste Niveau seit Januar 2010 erreicht. Die Dienstleister machen rund 80 Prozent der US-Wirtschaft aus. Der gleiche Index für das verarbeitende Gewerbe hatte die Kurse am Montag stark unter Druck gebracht.

Die Aktienmärkte werden seit Tagen von immer neuen Hiobsbotschaften aus den USA geschockt, darunter schwache Zahlen zum Wirtschaftswachstum. Am Freitag steht dann der Arbeitsmarktbericht an.

Keine Erholungstendenzen auch an der Wall Street: Dort gab der Dow-Jones-Index bis 18:00 Uhr MESZ 0,9 Prozent auf 11.759 Punkte nach. Der Nasdaq-Composite büßte 0,3 Prozent auf 2.661 Zähler ein.

Der Euro zeigte sich fester. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,4318 Dollar. Die Europäische Zentralbank stellte einen Referenzkurs von 1,4300 Dollar fest.

Konjunktursensible Aktien wurden am stärksten verkauft. So verloren Infineon 4,0 Prozent auf 6,40 Euro und BASF 2,7 Prozent auf 58,51 Euro. ThyssenKrupp handelten 4,6 Prozent schwächer bei 27,22 Euro. Auch die Aktien der Autoproduzenten VW (- 4,6 Prozent) und Daimler (- 4,4 Prozent) verbuchten Abschläge. BMW konnten sich diesem Trend zumindest etwas entziehen, sie gaben leicht um 0,6 Prozent auf 65,55 Euro nach.

Nach den massiven Kursverlusten von Metro wegen schwacher Quartalszahlen am Dienstag gaben die Aktien nochmals um 5,2 Prozent auf 33,14 Euro nach. Die Kommentare der Finanzanalysten zu den Ergebnissen fallen überwiegend negativ aus, die Kursziele für die Metro-Aktie werden gesenkt.

Die Deutsche Börse teilte unterdessen mit, dass Anleger nach der verlängerten Umtauschfrist für die Fusion mit der New Yorker Börse NYSE Euronext bereits mehr als 95 Prozent aller Deutsche-Börse-Aktien dem Frankfurter Börsenbetreiber angedient haben. Die Papiere der Deutschen Börse stiegen als einziger Dax-Wert um 2,3 Prozent auf 50,68 Euro.

Geschäftsergebnisse veröffentlichten Axel Springer und Fuchs Petrolub. Bei Fuchs Petrolub blieben Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr leicht unter den Konsensprognosen. Die Aktie des Schmiermittelherstellers verlor 9,8 Prozent auf 32,93 Euro. Axel Springer stiegen um 9,7 Prozent auf 31,77 Euro. Hier loben Analysten überraschend hohe Gewinnmargen des Medienkonzerns in den Geschäftsfeldern digitale Medien und bei Magazinen.

(dapd )


 


 

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