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Nasdaq vs. Deutsche Börse

Übernahmekampf um NYSE Euronext

Die US-Börsen Nasdaq und IntercontinentalExchange (ICE) wollen die Deutsche Börse ausstechen: Im Übernahmepoker um die NYSE Euronext haben sie ein Angebot über rund 11,3 Milliarden Dollar vorgelegt. Die Deutsche Börse hatte bekannt gegeben, NYSE Euronext für rund zehn Milliarden Dollar übernehmen zu wollen.

Nasdaq und ICE erklärten, das Angebot sehe vor, dass die auf den Derivatehandel spezialisierte Börse IntercontinentalExchange das Derivategeschäft der NYSE Euronext übernehme. Nasdaq werde das übrige Geschäft übernehmen, darunter die Börsen in New York, Paris, Brüssel, Amsterdam und Lissabon. Das Angebot von Nasdaq und ICE entspricht einem Gebot von 42,50 Dollar pro Aktie. Es kam nicht überraschend, entsprechende Gerüchte kursierten schon seit dem vergangenen Monat.

USA als Stammplatz im Blick

Der Vorstandsvorsitzende von Nasdaq OMX, Robert Greifeld, erklärte in einer Stellungnahme, eine Übernahme wie die geplante würde die Transparenz und Liquidität auf dem US-Markt stärken und Arbeitsplätze schaffen. Nasdaq und ICE sollten auch die Zustimmung der Europäischen Wettbewerbshüter erhalten, während die Deutsche Börse sich auf eine ausgiebige Untersuchung einstellen müsste. Eine Mehrheit der Aktionäre aller beteiligten Unternehmen muss dem Angebot zustimmen.

Die Aktien der NYSE Euronext stiegen am Freitag im vorbörslichen Handel um 3,85 Dollar oder elf Prozent auf 39,03 Dollar. Die Aktien von Nasdaq OMX gingen dagegen um 1,34 Dollar oder 5,2 Prozent auf 24,50 Dollar zurück und auch die Anteilsscheine von ICE fielen um 2,04 Dollar auf 121,50 Dollar.

(dapd )


 


 

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