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Deutsche Telekom will wachsen

Investitionsoffensive soll ab 2014 wieder zu steigenden Umsätzen führen

Mit einem fast 30 Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm will die Deutsche Telekom nach Jahren schrumpfender Erlöse endlich wieder auf Wachstumskurs gehen. Dafür kürzt sie ihren Aktionären sogar die Dividende und erwägt einen Börsengang ihrer britischen Mobilfunktochter EverythingEverywhere.

Von Erich Reimann

"Wir wollen im Konzern im Jahr 2014 wieder wachsen, sowohl im Umsatz wie auch beim Ergebnis", sagte Konzernchef René Obermann am Freitag anlässlich eines Kapitalmarkttags in Bonn. Deshalb werde der Konzern in den nächsten drei Jahren deutlich mehr in den Ausbau der Netze in Deutschland und den USA sowie in die Produktentwicklung investieren als bisher geplant.

"Wir investieren in die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmen", sagte Obermann. Um diese Belastung stemmen zu können, will die Telekom künftig weniger Geld an die Aktionäre ausschütten. Für 2013 und 2014 plant der Konzern nur noch eine Dividende von 50 Cent je Aktie. Für 2012 sollen allerdings noch wie angekündigt 70 Cent je Aktie gezahlt werden. Auch auf die eigentlich geplanten Aktienrückkäufe will der Konzern verzichten.

Außerdem prüft der Konzern einen Börsengang seiner gemeinsam mit France Telecom betriebenen britischen Tochter. Die Telekom könne so einen Teil der in den vergangenen Jahren dort erzielten Wertsteigerungen realisieren, sagte Finanzvorstand Timotheus Höttges. Allerdings stehe die Telekom nicht unter Handlungsdruck.

T-Mobile USA bekommt endlich das iPhone

Mit der Investitionsoffensive will der Konzern eine Trendwende in seinen wichtigsten Märkten erreichen. In Deutschland will der Ex-Monopolist bis 2014 den anhaltenden Umsatzrückgang stoppen, in Europa organisch wachsen und in den USA zu steigenden Umsätzen zurückkehren.

Zum erhofften Aufschwung beim langjährigen Sorgenkind USA soll neben dem Kauf des Konkurrenten MetroPCS auch die Tatsache beitragen, dass T-Mobile USA ab dem nächsten Jahr seinen Kunden endlich Apples iPhone anbieten kann. Bislang hatte der Konzern das Kulthandy in den USA als einziger großer Mobilfunkbetreiber nicht im Angebot und litt deshalb unter Kundenschwund bei den besonders lukrativen Vertragskunden. "Das iPhone ist das Puzzlestück, das uns noch gefehlt hat", sagte Höttges.

Die Börse reagierte verschnupft auf die Ankündigung des Konzerns: Bis Freitagnachmittag verlor das Dax-Papier über drei Prozent an Wert.

(dapd)


 


 

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