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Wie der Strom sprechen lernte

Meilensteine der Entwicklung des Telefons

Heute ist es kaum noch wegzudenken, dabei kann es schon auf eine 150 Jahre alte Geschichte zurück blicken. Und es entwickelt sich in Zeiten von Internet & Co immer weiter: heute ist es meist drahtlos, digital und mit Bildschrim. Im Folgenden die Meilensteine des Telefons in Deutschland.


1861: Am 26. Oktober stellt Johann Philipp Reis sein "Telephon" erstmals der Öffentlichkeit vor. Als Prüfung der Übertragungsmöglichkeit der Sprache auf elektrischem Weg wählt er den Satz: "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat."

1876: Alexander Graham Bell meldet sein Telefon, eine Weiterentwicklung des Reis'schen Apparats, zum Patent an.

1877: In Deutschland wird das erste Gespräch mit einem Bell-Apparat geführt. Noch im selben Jahr produziert die Firma Siemens & Halske die ersten Telefone.

1881: Die ersten öffentlichen Telefonnetze entstehen, unter anderem in Berlin. Damit nimmt auch die erste Fernsprechvermittlungsstelle ihren Betrieb auf: Das Fräulein vom Amt wird zum neuen Berufsbild.

1889: In den USA wird der Hebdrehwähler erfunden und damit die technische Grundlage für die automatische Gesprächsvermittlung.

1904: Die erste Telefonzelle wird von Wilhelm Quante in Wuppertal gebaut, aber nicht im Bergischen Land, sondern in Berlin aufgestellt.

1908: In Hildesheim nimmt die erste automatische Vermittlungsstelle ihren Dienst auf.

1926: Die Reichsbahn führt auf der Strecke Hamburg-Berlin in allen D-Zügen die "Zug-Telefonie per Funk" ein.

1930: In Deutschland gibt es rund 3,2 Millionen Telefonanschlüsse.

1936: Gemeinschaftsanschlüsse für "Wenigsprecher" werden eingeführt.

1939-1945: Während der ersten Kriegsjahre wird das Telefonnetz in Deutschland zunächst weiter ausgebaut. Im weiteren Verlauf kommt der private Telefonverkehr mehr und mehr zum Erliegen.

1955: Mitte der 1950er Jahre beginnt der Ausbau der Selbstwählferndienste. Schon bald können Telefonbesitzer darüber auch ins Ausland telefonieren.

1958: Mit dem A-Netz nimmt das erste großflächige Mobilfunknetz in Deutschland seinen Betrieb auf. Genutzt wird es überwiegend über Autotelefone. Die Geräte wiegen etwa 16 Kilo und sind so groß, dass sie fast den kompletten Kofferraum eines Pkw ausfüllen.

1972: Das B-Netz kommt: Man kann nun auch im Auto angerufen werden. Aber nur, wenn der Aufenthaltsbereich (Vorwahl) des Fahrzeuges bekannt ist. Die Geräte sind nun etwa so groß wie ein Koffer.

1984: Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling präsentiert das erste schnurlose Telefon fürs Festnetz.

1985: Das C-Netz nimmt offiziell seinen Betrieb auf - damit steigt die Zahl der Mobilfunkteilnehmer rasant. Dank zellularer Technik braucht man den Aufenthaltsort des Angerufenen nicht mehr zu kennen.

1989: Das Festnetz wird digital: offizieller Start des Integrated Services Digital Network (ISDN) in Deutschland.

1992: Das Global System for Mobile Communications (GSM) wird eingeführt. GSM ist die technische Grundlage für digitale Mobilfunknetze. Das bringt den Durchbruch für den Mobilfunk. In Deutschland gehen die D-Netze an den Start - das D1-Netz der damaligen DeTeMobil (Deutsche Telekom) und das D2-Netz von Mannesmann Mobilfunk.

Mit dem Transatlantic Telecommunications Cable TAT 10 kommt das erste transatlantische Glasfaserkabel zwischen Deutschland und den USA zum Einsatz.

1994: Auf der Fachmesse CeBIT wird der erste SMS-Dienst in Deutschland vorgestellt. Eine Erfolgsgeschichte beginnt: Allein im D1-Netz der Deutschen Telekom werden heutzutage rund 40 Millionen SMS pro Tag versendet.

1998: Der Markt für Telekommunikation wird am 1. Januar geöffnet, der Wettbewerb um Festnetzkunden beginnt.

1999: Im Juli schaltet die Telekom die ersten Digital-Subscriber-Line-Anschlüsse (DSL) für Privatkunden. Mit DSL lassen sich Sprache und Daten gleichzeitig übertragen.

2000: Im Juni zählen die Netze D1 und D2 zusammen rund 25 Millionen Teilnehmer.

2002: Premiere für UMTS: Nach A-, B-, C- und D-Netz startet die nächste Generation des Mobilfunks in Deutschland.

2007: Mit dem iPhone von Apple beginnt der weltweite Siegeszug der Smartphones, bei denen das Telefonieren im klassischen Sinn nur eine unter vielen mobilen Kommunikationsfunktionen ist.

2011: Mit Long Term Evolution (LTE) startet die neueste Generation des Mobilfunks.

(dapd )


 


 

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