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Manpower-Chefin

Deutschland für osteuropäische Geringverdiener unattraktiv

Die Öffnung der deutschen Grenzen für osteuropäische Leiharbeiter hat offenbar keine Wirkung gezeigt. "Deutschland ist nicht attraktiv für Geringverdiener aus Polen. Sieben Euro pro Stunde verdienen sie auch zu Hause", sagt Vera Calasan, Chefin von Manpower Deutschland, den Zeitungen der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Ihr Unternehmen ist u.a. auch in Polen tätig.

"Leiharbeiter aus dem Niedriglohnbereich vermitteln wir gar nicht nach Deutschland, dafür gibt es keine Nachfrage", sagte Calasan. Wenn, dann spreche man in Polen Ingenieure an, ob sie nach Deutschland kommen wollen. Denn die würden hierzulande händeringend gesucht und könnten entsprechend gut verdienen. Auch im Krisenland Spanien sei das derzeit ein Thema: "Viele spanische Ingenieure besuchen gerade Deutschkurse, weil sie hier gute Chancen haben." 

Equal Pay: Schwierigkeiten im Niedriglohnsektor

Die Manpower-Chefin glaubt, dass Zeitarbeiter in Deutschland über kurz oder lang genauso viel verdienen würden wie Stammkräfte. Gegen das von den Gewerkschaften geforderte "Equal Pay" habe sie prinzipiell auch nichts einzuwenden: "Die Grundforderung ist ja nicht verkehrt. Das Problem ist die Umsetzung. Man muss es schrittweise machen und nicht überstürzt." Sie bereite ihr Unternehmen bereits jetzt "in Pilotregionen" auf "Equal Pay" vor. Weil die Unternehmen aber in der Regel nicht bereit seien, mehr Geld für geringqualifizierte Leiharbeiter zu zahlen, sei bei gleicher Bezahlung im Niedriglohnsektor für den Verleiher kaum noch Geld zu verdienen

(Redaktion / ots)


 


 

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