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Gewerkschaft erhöht den Druck

Zweite Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst rollt von Nord nach Süd

Mit einer zweiten Welle von Warnstreiks wollen Beschäftigte von Bund und Kommunen ab Montag ihrer Lohnforderung Nachdruck verleihen. Zunächst fänden in Niedersachsen und Bremen Arbeitsniederlegungen statt, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Freitag in Berlin mit. Die Welle von ganztägigen Warnstreiks werde dann in den Süden rollen. Am Dienstag seien in Bayern, Hessen und im Raum Heilbronn in Baden-Württemberg Ausstände geplant.

Nach dem ver.di-Fahrplan soll am kommenden Mittwoch der öffentliche Dienst in Nordrhein-Westfalen bestreikt werden. Am Donnerstag sind in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Aktionen geplant. Für Berlin hat die Gewerkschaft ebenfalls Arbeitsniederlegungen angekündigt. Für Montag übernächster Woche (26. März) bereitet ver.di zudem Warnstreiks in Baden-Württemberg vor.

Auftakt in Niedersachsen und Bremen

Zwei weitere Jahre mit Reallohnverlusten seien nicht hinnehmbar, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Die Beschäftigten in Kitas, bei der Müllabfuhr, in Stadtwerken oder kommunalen Krankenhäusern fühlten sich vom ersten Angebot der Arbeitgeber provoziert. "Die Antwort auf diese Zumutung kommt jetzt aus den Betrieben", betonte er.

In Düsseldorf sagte der stellvertretende ver.di-Landesleiter Uli Dettmann, die Warnstreiks würden nach den Arbeitsniederlegungen der vergangenen Woche ausgeweitet. Der hessische ver.di-Landeschef Jürgen Bothner sprach von einer Warnfunktion Richtung Arbeitgeber. Er forderte ein deutlich verbessertes Angebot bei der dritten Verhandlungsrunde für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen am 28. und 29. März.

Verdi will auf "Zumutung" antworten

Bereits in der vergangenen Woche waren bundesweit rund 130.000 Beschäftigte von Bund und Kommunen in den Ausstand getreten. Mit den Streiks wollen die Gewerkschaften ihrer Forderung nach einer Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent und mindestens 200 Euro Nachdruck verleihen. Außerdem verlangt ver.di die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich. Die Gespräche mit den Arbeitgebern sind bislang ergebnislos geblieben. Sie hatten eine Lohnsteigerung von insgesamt 3,3 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten.

(dapd )


 


 

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