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NRW-Ministerium gibt Entwarnung

Ursache für Dioxin-Verunreinigung in Zuckerrübenschnitzeln gefunden

Die Ursache für die Dioxin-Verunreinigung von Futtermitteln, die Ende Oktober von einem Unterneh­men in Nordrhein-Westfalen gemeldet worden ist, hat sich aufgeklärt. Das teilte das Landwirtschaftsministerium NRW in Düsseldorf mit.

Das Unternehmen Pfeiffer & Langen hatte infolge des Befundes in einem Werk im Kreis Euskrichen tägliche Eigenkontrollen auf Dioxine durchführen müssen. Da inzwischen die Ursache feststehe und die technischen Mängel behoben seien, sei das Unternehmen Pfeiffer nicht mehr verpflichtet, tägliche Eigenkontrollen auf Di­oxine durchzuführen, so ein Sprecher des Ministeriums.

Seit dem Bekanntwerden der Dioxin-Funde war dem Unternehmen von behördlicher Seite aufgetragen worden, er­zeugte Futtermittel partieweise auf Dioxine zu analysieren. Sie fallen als Nebenprodukt bei der Zuckerproduktion an. Eine Abgabe zur Fütterung durfte erst dann erfolgen, wenn ein Ergebnis unterhalb des Höchstwertes vorlag.

Gaswäscher war Ursache für Verunreinigungen

Nach Angaben des NRW-Landwirtschaftsministerium hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Überschreitung der Dioxin-Höchstwerte auf eine Verschmutzung des sog. Gaswäschers für die Belastung mit Dioxin zurückzuführen war. Der mechanische Gaswäscher filtert aus dem bei der Zuckerherstellung eingesetzten Gas vor dessen Verwendung die Schadstoffe.

Die Ver­schmutzung hatte dazu geführt, dass Gas aus dem Kalkofen nicht ausreichend gesäu­bert wurde. Das Gas wird hierbei aus Koks und Kalk gewonnen. Die bei der Erhitzung im Kalkofen entstandenen Schadstoffe gelangten dadurch in den weiteren Herstellungsprozess. Dort haben sie sich nach Angaben des NRW-Landwirtschaftsministeriums im Prozesswasser angereichert, welches bis zu diesem Zeitpunkt mehrfach genutzt worden war. Durch diese Anreicherung im Wasserkreislauf habe dann die Kontamination der Zuckerrübenschnitzel mit Dioxin stattgefunden.

Zwischenzeitlich hat das Unternehmen nach Angaben der nordrhein-westfälischen Behörden die Störung des Gaswäschers erkannt und behoben. Darüber hinaus wurde der Kreislauf des Pro­zesswassers so umgestellt, dass es nicht mehr zu einer Anreicherung von Schadstoffen kommen kann. 

Normale Zuckerproduktion war nicht betroffen

Der in diesem Werk erzeugte Zucker für Verbraucher war zu keinem Zeitpunkt von der Dioxin-Verunreinigung betroffen, wie Untersuchungen des Unternehmens belegen. Die Ergebnisse von amtlichen Proben der vergangenen Woche hatten bereits gezeigt, dass in Rübenschnitzeln aus der aktuellen Produktion keine Grenzwertüberschreitungen mehr festzustellen sind.

(Redaktion)


 


 

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