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Silos in Niedersachsen gesperrt

An 120 Betriebe wurde mit Dioxin belastetes Mischfutter geliefert

Bei Eigenanalysen hatte der Zuckerhersteller Pfeiffer & Langen in sog. Zuckerrübenpressschnitzeln erhöhte Dioxinbelastungen festgestellt und die zuständigen NRW-Verbraucherschutzbehörden in Düsseldorf informiert. Die Zuckerrübenpressschnitzel waren auch nach Niedersachsen geliefert worden (business-on.de berichtete). Hier wurden Mittlerweile Silos gesperrt.

Da es sich bei den dioxinbelasteten Zuckerrübenpressschnitzeln nur um eine Komponente des Futtermittels für Tiere handelt, verringert sich im Endprodukt der Dioxingehalt. Daher werden nach Angaben der zuständigen Behörden in Niedersachsen die Grenzwerte im fertigen Futtermittel nicht überschritten.

In Niedersachsen wurden demnach 129 landwirtschaftliche Betriebe mit Mischfuttermitteln beliefert, die in unterschiedlichen Anteilen die Zuckerrübenschnitzel enthalten, bei denen leicht erhöhte Dioxinwerte festgestellt worden waren. Die gemessenen Dioxingehalte im Mischfuttermittel lagen laut Laboranalysen unterhalb der Höchstgrenze von 0,75 ng/kg. Lediglich in drei Mischfuttermitteln wird  der sog. Aktionswert (0,5 Nanogramm pro Kilogramm) für Dioxine anscheinend überschritten.

Vier landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen waren darüber hinaus direkt aus Sachsen-Anhalt mit Zuckerrübenprodukten zur Herstellung von Silage beliefert worden. Die Landesbehörden veranlassten eine Sperrung der betreffenden Silage in den Betrieben. 

Knapp 50 Tonnen Futtermittel gesperrt

Insgesamt wurden in Niedersachsen inzwischen 48,8 Tonnen Zuckerrübenschnitzel-Futtermittel und 1.140 Tonnen Silage gesperrt, damit sie nicht weiter verfüttert werden können.

Laut einer vorläufigen Risikoeinschätzung soll keine Gefahr für die Lebensmittelsicherheit vorliegen. Mit einer Grenzwertüberschreitung bei Lebensmitteln, die zum Verbraucher gelangen - zum Beispiel der Milch oder Fleisch - rechnen die Landesbehörden nicht.

Warum es in der Zuckerfabrik zu den Dioxin-Verunreinigungen gekommen ist, ist derzeit noch unklar. Die zuständigen Landesbehörden in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt ermitteln.

(FN)


 


 

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