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Entwicklungshilfe

Niebel legt sich auf Hauptsitz für neuen Entwicklungsdienst GIZ fest

Bonn wird erster Sitz der neuen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am Freitag endgültig entschieden. Die Organisation entsteht am 1. Januar 2011 aus der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), aus dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und der Internationalen Weiterbildungs- und Entwicklungs-GmbH (InWent).

Mit der von Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel vorangetriebenen Fusion der drei zuvor eigenständigen Organisationen sollen die Aktivitäten der Bundesrepublik in der Entwicklungszusammenarbeit besser abgestimmt und die Vernetzung untereinenader verbessert werden. 

Schwierige Entscheidung für das Niebel-Ressort

Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) dankte am Freitag Bundesminister Dirk Niebel (FDP) für die vorangegangenen konstruktiven Gespräche mit der Stadt Bonn und die dabei gemeinsam entwickelte Haltung. Dilemma bei der Entscheidung war, dass sich einerseits im hessischen Eschborn die Zentrale der mitarbeiterstärksten Organisation GTZ befindet, zugleich aber in zahlenmäßiger Mehrheit die beiden Organisationen DED und InWent am Standort Bonn (NRW) angesidelt sind.

In der Bundesstadt entwickelt man darüber hinaus durch die Ansiedlung von UN-Organisationen und die Schaffung eines Konferenzzentrums aktuell einen UNO-Standort mit entwicklungspolitischem Schwerpunkt - der Abzug der Entscheiderebene der eigenen Entwicklungshilfeorganisationen wäre daher ein Gesichtsverlust für die Bundesstadt gewesen. Am Donnerstag hatte sich daher sogar der NRW-Landtag in Düsseldorf mit dem Thema befasst.  Auf dieser schwierigen Grundlage musste letztlich im Entwicklungshilfeministerium von Dirk Niebel eine Entscheidung getroffen werden. 

GIZ-Machtpoker: Eine Rheinische Lösung

Letztlich entschied man sich für eine sehr rheinische Lösung aus Zeiten der Bonner Republik: man teilte Macht, umging damit lange Revierkämpfe und will die Vorstände ab 2011 auf die jeweiligen Standorte der  fusionierten Organisation verteilen. Mindestens die Hälfte der Vorstände der GIZ wird demnach in Bonn ihren Sitz haben, auch die Vorstandssitzungen werden überwiegend am Rhein abgehalten. Die drei Organisationen, die in Kürze verschmolzen werden, haben in Deutschland zusammen über 2.800 Mitarbeiter, die GTZ in Eschborn ist mit 1.800 die größte.

(Onur Yamac)


 


 

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