Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Fachwissen plus Personal
Weitere Artikel
Dissen

Vom Labor in die Fahrzeugwerkstatt

Ausbildungsmesse in Dissen zeigte Berufe zum Anfassen


Allgemeinwissen, Sprachgefühl, ein bisschen Mathe und Situationsentscheidungen: Rund 50 Schüler brüteten jetzt bei der Ausbildungsmesse „Azubis werben Azubis“ in Dissen über einem Einstellungstest. Und obwohl bei Erfolg kein toller Job winkte, taten sie das ganz freiwillig: Die Jugendlichen hatten sich gemeinsam mit rund 450 Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen aus dem Südkreis im Unternehmen Willy Hummert eingefunden, um sich über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Die angebotenen Einstellungstest bei der von der MaßArbeit und der Stadt Dissen ausgerichteten Messe waren aus gutem Grund bei den Jugendlichen heiß begehrt: „Das ist so ähnlich wie eine Generalprobe: Man kriegt ein gutes Gefühl für die Anforderungen, aber blamiert sich nicht, auch wenn man richtig daneben haut“, erklärte ein Neuntklässler aus Hilter. Ansonsten fühlte er sich vor allem von den vielen praktischen Aktionen angesprochen: Denn 32 regionale Unternehmen waren mit ihren Azubis nach Dissen gekommen, um dem potenziellen Nachwuchs handfeste Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen.

So konnten die Jugendlichen beim Unternehmen Wilhelm Wellmeyer Fahrzeugbau aus Bad Laer ein kleines Metallfahrzeug fachmännisch zusammen setzen oder bei den Garten- und Landschaftsbaubetrieben Meyer zu Hörste, Nagel und Boymann lernen, mit einem Minibagger einen Metallstift in ein Rohr abzusenken. Viel Resonanz fand auch der Fahrzeugsimulator des Gastgeber-Unternehmens Hummert: Viele der jungen Busfahrer gerieten beim Versuch, ein so großes Gefährt relativ unfallfrei durch Kurven zu steuern oder gar rückwärts zu manövrieren, ordentlich ins Schwitzen.

Die Ansprache der Jugendlichen übernahmen fast ausschließlich die Auszubildenden der Unternehmen: „Eigentlich kommt man schnell in Kontakt, der Altersunterschied ist ja nicht groß“, skizzierte Lena Joormann, Auszubildende bei B. Braun in Glandorf. Am Stand des Medizintechnik- und Pharmaunternehmens, an dem Azubis über fünf verschiedene Ausbildungsberufe informierten, stieß vor allem das kleine Versuchslaboratorium mit verschiedenen Experimenten auf große Resonanz.

Auch die Kindertagesstätten in der Stadt Dissen, die gemeinsam um Nachwuchskräfte für den Erzieherberuf warben, waren umlagert von Interessierten: Die konnten sich dann mit bunter Verkleidung zunächst per Polaroid ablichten lassen. „Auf diese Art verlieren die Jugendlichen ganz schnell ihre Zurückhaltung – wenn man gemeinsam lacht, kommt man auch ganz schnell über ernstere Dinge wie den künftigen Beruf ins Gespräch“, erklärte Jutta Spiering, Leiterin des Regenbogen-Kindergartens.

Doch natürlich ließen sich nicht alle Jugendlichen locken. „Einige haben einfach noch gar keine Vorstellung davon, was sie mal so machen könnten – die schauen lieber aus der Distanz, was es so alles gibt“, so die Erfahrung von Florian Schwöppe vom Unternehmen Faust Kunststoffwerk in Glandorf. Das konnten auch die Auszubildenden des Klinikums Osnabrück bestätigen: Einige der Jugendlichen seien nicht gut vorbereitet, sondern liefen nur an den Ständen vorbei. Zufrieden waren die meisten Unternehmen dennoch, besonders auch mit den völlig ausgebuchten Speed-Datings. Hier konnten sie über vorab vereinbarte Termine mögliche Nachwuchskräfte in Einzelgesprächen kennenlernen.

(Redaktion)


 


 

Jugendlichen
Dissen
Beruf
Nachwuchs

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Jugendlichen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: