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Dötlingen / Landkreis Oldenburg

Geflügelverbands-Vize lässt wegen Ermittlungen Ämter ruhen

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen des Verdachts der Falschdeklarierung von Bio- und Freiland-Eiern gibt es erste personelle Konsequenzen. Infolge der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Vizechef des Zentralverbands der deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG),Wilhelm Hoffrogge, lässt dieser vorerst alle seine Ämter ruhen.

Hofrogge betreibt in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) einen Geflügelbetrieb. Nach Angaben im betriebseigenen Internetangebot wird der Großteil der Hühner in Freiland gehalten, aber auch Ställe für Hühner in Bodenhaltung seien Teil des Betriebs. Neben seinem Amts als ZDG-Vize ist Hofrogge auch Vorsitzender des Verbandes der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft  (NGW), folgende persönliche 

Hofrogge bestätigte inzwischen, dass die Staatsanwaltschaft Oldenburg aufgrund eines Anfangsverdachtes ein Ermittlungsverfahren wegen angeblichen ,Überbesatzes‘ von Legehennen eingeleitet habe.

Auf dem Hof wären dann mehr Hennen gehalten worden, als für die jeweilige Kennzeichnung zulässig. Allerdings befindet sich die Branche auch im Clinch mit Legebetrieben in EU-Nachbarländern. Dort wird die Kleingruppenhaltung nur schleppend umgesetzt.

Die Vorwürfe gegen Hofrogge sollen sich demzufolge auf das Jahr 2011beziehen. Hinweise auf die Umdeklarierung von konventionellen Eiern zu Bio-Eiern liegen hingegen nicht vor.

ZDG vertritt Brancheninteressen

"Zwar halte ich die gegen mich erhobenen Vorwürfe für unbegründet, dennoch habe ich mich entschlossen, mein Amt als Vizepräsident des ZDG sowie den Vorsitz der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft bis auf weiteres ruhen zu lassen", so Hofrogge in einer Erklärung vom Dienstag. 

Den Rücken gestärkt bekam Hofrogge zugleich von ZDG-Präsident Leo Graf von Drechsel: "Für ihn wie für alle anderen betroffenen Unternehmen der Eierwirtschaft gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung, bis die Ermittlungen ein finales Ergebnis hervorgebracht haben.“

Laut Medienberichten unter Berufung auf die Oldenburger Staatsanwaltschaft soll es auf dem Hof in Dötlingen nur zu einem geringfügigem Überbesatz gekommen sein. 

Der ZDG ist die gemeinsame politische Interessenvertretung der Spartenverbände Bundesverband bäuerlicher Hähnchenerzeuger, Bundesverband der Geflügelschlachtereien, Bundesverband Deutsches Ei, Verband Deutscher Putenerzeuger und Bundesverband Bäuerliche Gänsehaltung.

(Redaktion)


 


 

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