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Bioland kritisiert EEG

Kritik an Bundesregierung - Biobauern befürchten "Vermaisung" der Landschaft

Mit dem am Freitag im Bundesrat verabschiedeten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) setzt die Bundesregierung aus Sicht des ökologischen Anbauverbands Bioland auf eine falsche Weichenstellung bei der Biogaserzeugung. "Das EEG konterkariert eine nachhaltige und umweltverträgliche Weiterentwicklung der Biogas-Produktion in Deutschland", kritisiert Jan Plagge, Präsident von Bioland, das neue Gesetz.

Mit dem neuen Gesetz fördere die Bundesregierung einseitig industrielle Großanlagen, die auch weiterhin auf Maisanbau setzen würden, heißt es weiter. "Biobetriebe können unter diesen Bedingungen künftig eine Biogasanlage nicht mehr wirtschaftlich betreiben", so das Fazit von Plagge.

Ökologisch wirtschaftende Betriebe setzen nach seinen Worten in der Biogasproduktion besonders auf den Anbau von umweltverträglichem Kleegras. Und genau diese Kultur werde im neuen EEG auf die gleiche Vergütungsstufe gestellt wie Mais. Im Gesetzentwurf sei noch eine bessere Vergütung von mehrjährigem Kleegras von 2 Cent pro Kilowattstunde vorgesehen gewesen, die laut Bioland in der Endfassung lediglich auf den Zwischenfruchtanbau beschränkt wurde. Die Novellierung des EEG verschlechterten sich somit deutlich die Entwicklungschancen des ökologischen Landbaus. Dies widerspricht laut Bioland dem Ziel der Bundesregierung in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, in den nächsten Jahren 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche auf Biolandbau umzustellen.

der Bioland-Verband  fordert die Bundesregierung daher auf, noch in diesem Jahr Nachbesserungen am EEG im Sinne einer Ökologisierung des Gesetzes vorzunehmen.

(Redaktion)


 


 

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