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Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis

Umweltschützer ketten sich an Shell-Eisbrecher

Aus Protest gegen die Pläne von Shell, in der Arktis nach Öl zu bohren, haben sich zehn Kletterer von an zwei Eisbrecher in der finnischen Hauptstadt Helsinki gekettet.

Die von Shell gecharterten Eisbrecher "Fennica" und "Nordica" sollen nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace die Bohrstelle vor Alaska von Eis freihalten. Aktivisten verteilenBesen an die Besatzungsmitglieder der Eisbrecher. Hintergrund ist, dass Besen und Schaufel noch heute die Hilfsmittel sind, um Öl von Eis zu entfernen

Bereits im Juli will Shell demnach in der Arktis-Region mit der Ölsuche beginnen. "Ein Ölunfall wie bei der Deepwater Horizon würde das einmalige und sehr empfindliche Ökosystem der Arktis zerstören," so Greenpeace-Sprecher Kai Britt. Die Umweltschutzorganisation fordert Shell daher auf, in der Arktis nicht nach Öl zu bohren. Als Begründung für die ablehnende Haltung gegenüber Ölbohrungen führt man bei Greenpeace die extremen Wetterbedingungen, die niedrigen Temperaturen und das kurze Zeitfenster in den Sommermonaten. Sie machten das Bohren nach Öl in der Arktis zu einem unkalkulierbaren Wagnis, heißt es bei Greenpeace.

Shell erster Ölmulti in der Arktis

Bereits Ende Februar protestierte Greenpeace in Neuseeland gegen das Bohrschiff, das die geplanten Ölbohrungen in der Arktis durchführen soll. Die Aktivisten ketteten sich vier Tage lang an den Bohrturm des Schiffes "Noble Discoverer". Die Eisbrecher aus Helsinki sollen in der Arktis mit demselben Spezialschiff zusammentreffen.

Shell ist nach Greenpeace-Angaben der erste große internationale Ölkonzern, der die Ausbeutung der Arktis vorantreibt. Bei der Umweltschutzorganisation rechnet man allerdings damit, dass die Aktivitäten von Shell auch weitere Ölkonzerne in die Arktisregion locken werden.

Experten vermuten laut Greenpeace etwa 90 Milliarden Barrel (ein Barrel= 159 Liter) Öl in der Arktis, das meiste davon unter dem Meeresboden. Diese Menge würde reichen, um den derzeitigen Weltverbrauch für etwa drei Jahre zu decken.

(Redaktion)


 


 

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