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100 Tage Elektro-Bus-Linie

Bella Italia auf Osnabrücks Straßen - Stadtwerke ziehen erste Zwischenbilanz

Seit über 100 Tagen setzen die Stadtwerke Osnabrück einen Midibus aus italienischer Produktion mit Lithium-Polymer-Batterien ein. Nahezu geräuschlos bedient dieser vier Haltepunkte in der Innenstadt.

Der Start war nach Angaben von Stadtwerke-Sprecherin Katja Diehl etwas holprig. Drei Tage hatte anfangs ein defektes Steuergerät dafür gesorgt, dass der neue Elektro-Bus in der Halle stand. Dennoch sei das Zwischenfazit nach 100 Tagen Betrieb bislang durchweg positiv. 

5.000 Kilometer auf dem Tacho

„Über 5.000 Kilometer liegen hinter uns. Auf 100 Kilometern verbraucht das Fahrzeug von Breda Menarinibus 62 Kilowattstunden“, bilanziert Burkhard Kötter, Leiter Verkehrstechnik bei den Stadtwerken. Damit lägen die laufenden Betriebskosten trotz der teuren Batterietechnik für das innovative Fahrzeug unter denen eines vergleichbaren Busses. Der Elektro-Bus biete dabei allen Komfort, den Fahrgäste von Linienbussen gewohnt seien, führt Kötter weiter aus: Klimaanlage, Fahrgastfernsehen, Niederflureinstieg und eine Mehrzweckfläche für Kinderwagen und Rollstuhl.

Elf Sitz- und zwölf Stehplätze

Der neue Kleinbus ist nach Stadtwerke-Angaben 5,89 Meter lang und 2,07 breit. Er bietet elf Sitz- sowie 12 Stehplätze und einen Platz für einen Rollstuhl. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 45 km/h.

Die etwa 500 Kilogramm schweren Batterien haben im Stadtverkehr eine Reichweite von 120 Kilometern und können im Gegensatz zu früheren Modellen auch teilgeladen werden.  Zum Einsatz kommt die momentan innovativste Batterietechnik als so genannte „Plug-Ins“, also Batterien, die sowohl nachgeladen und als auch schnell gewechselt werden können. Dabei hätten die ersten 100 Praxistage gezeigt, dass die Entscheidung richtig gewesen sei, nur einen Batteriesatz anzuschaffen, sagt Stadtwerke-Sprecherin Katja Diehl. Der Batteriesatz reiche aus, den Linienbetrieb planmäßig ohne zusätzliche Ladezeit auszuführen. 

Kötter: "Das Interesse ist sehr groß"

Im Gegensatz zu den Offenbacher Verkehrsbetrieben, die aufgrund eines Problems mit der Heizung ihren Elektrobus-Betrieb vorzeitig wieder einstellen mussten, ist man in Osnabrück von der neuen Technik überzeugt und sieht Potenzial für den Linienbetrieb. Wenn die Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger auf den Elektro-Bus verzichten mussten, dann habe dies u.a. daran gelegen, dass das Gefährt  bei zahlreichen Symposien und sogar auf einer Rallye für Elektrofahrzeuge in Süddeutschland zum Einsatz gekommen sei, heißt es bei den Stadtwerken.

„Das Interesse ist sehr groß, kein Wunder, ist das Thema
alternative, zukunftsträchtige Antriebstechniken doch bedeutsam für die zukünftige Ausrichtung auch im ÖPNV. Wir von den Stadtwerken Osnabrück werden auch über das ElektroBus-Projekt hinaus hier weiterhin die Entwicklung vorantreiben“, so Burkhard Kötter.

Bus bedient vier Haltepunkte

Die neue Linie zwischen dem innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt Neumarkt mit umfangreichen Umstiegsmöglichkeiten sowie dem Marien- und dem Christlichen Kinderhospital ist etwa 1,3 Kilometer lang und umfasst in einem Rundkurs vier Haltepunkte.

(Redaktion)


 


 

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