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Emden

Digitale Wirtschaftsspionage – IHK für Ostfriesland und Papenburg klärte Unternehmen auf

Jedes dritte Unternehmen in Norddeutschland ist schon einmal Opfer von Hackerangriffen und digitaler Wirtschaftsspionage geworden. Oftmals unbemerkt. Dies ergab eine Umfrage des Verbundes der Norddeutschen Industrie- und Handelskammern (IHK Nord).

Mit einer Informationsveranstaltung zum Thema IT-Sicherheit im Mittelstand hat die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) daher auf die Gefahren aus dem Internet und Möglichkeiten des effektiven Schutzes hingewiesen.

„Es ist zu beobachten, dass schon lange nicht mehr nur international agierende Konzerne ein beliebtes Ziel für Hacker darstellen, sondern vermehrt auch kleine und mittlere Unternehmen ins Visier genommen werden“, sagt Hartmut Neumann, Referent für Standortpolitik bei der IHK.

Für diese sei es besonders schwierig abzuschätzen, welche Informationen für Datendiebe interessant sind. Der häufig unübersichtliche Markt an Dienstleistungen und Programmen zur Abwehr von Cyberattacken erschwere zudem die Entscheidung für eine eigene Strategie zum Schutz.

Viele mittelständische Unternehmen haben sich bislang aufgrund der hohen Kosten gescheut, eine Sicherheitsanalyse des eigenen Onlineshops oder Internetauftrittes zu beauftragen. Dabei liegen in den meisten Fällen gerade hier die Angriffsflächen für Hacker: „Bei über 90 Prozent der von uns geprüften Webapplikationen waren signifikante Schwachstellen vorhanden“, so Prof. Udo Kalinna von der Hochschule Emden/Leer, der den rund 50 angereisten Unternehmern in der IHK einen Überblick über die Angriffstaktiken der Hacker und möglichen Schutzmaßnahmen gab.

Um die immer wichtiger werdenden Webseitenanalysen für die Betriebe erschwinglich zu machen, hat Kalinna das Programm PentaaS entwickelt. Damit sei er in der Lage, automatisch und kostengünstig Webapplikationen auf Schwachstellen zu prüfen.

Die zunehmende Digitalisierung und der stetig steigende Absatz, den die ostfriesischen Unternehmen über Onlinehandel darstellen, bringt eine weitere Herausforderung mit sich. Digitale Daten sind über Jahre zu archivieren und für das Finanzamt oder Betriebsprüfungen in elektronischer Form bereitzustellen. „Die Schaffung von Vorkehrungen, um einen Datenverlust oder –diebstahl zu vermeiden, liegt dabei im Verantwortungsbereich des Unternehmers“, stellte Christian Goede vom Verbund der DATEV eG mit der Niedersächsischen Steuerberaterkammer im Rahmen seines Vortrages klar und zeigte professionelle und sichere Möglichkeiten der Langzeitarchivierung auf.

Die IHK stellt auf ihrer Internetseite www.ihk-emden.de Basisinformationen rund um das Thema Schutz vor Datenklau im Unternehmen sowie Kontakte zu entsprechenden Institutionen unter der Rubrik „Sicherheit in der Wirtschaft“ zur Verfügung.

(Redaktion)


 


 

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