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Gespräch zur Meyer Werft: Beteiligte verständigen sich auf ein Moratorium

Nach einem zweistündigen, sehr offenen Gespräch zwischen Wirtschaftsminister Olaf Lies, dem Inhaber der Meyer Werft, Bernard Meyer, sowie Vertretern des Betriebsrates und der IG Metall haben sich die Beteiligten auf ein Moratorium hinsichtlich der in Luxemburg gegründeten Gesellschaft des Unternehmens verständigt

Dies bedeutet, dass die Gesellschaft bis auf Weiteres ruht und nicht operativ tätig wird. Weitere Gespräche zwischen den Beteiligten sollen in den nächsten Wochen folgen. Im September wollen sich die Parteien auf ein Ergebnis verständigen.
Minister Lies erklärt dazu: ,,Aus meiner Sicht war dies ein Gespräch, dass deutlich früher hätte stattfinden müssen. Einige Fragen konnten heute Morgen geklärt werden, vieles ist aber auch noch offen geblieben. Ich begrüße es, dass die Meyer Werft jetzt ihre Entscheidung überprüft. Ich sage ganz klar: Das Land erwartet, dass die Meyer Werft mit ihren Sitz in Deutschland bleibt. Mit einer anderen Entscheidung können wir nicht zufrieden sein."

Für die Gewerkschaft nahmen Schifffahrtsexperte Heino Bade, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Leer-Papenburg, Thomas Gelder, sowie die Betriebsräte Ibrahim Ergin und Günter Geerdes an dem Gespräch in Emden teil. Die Verabredung eines Moratoriums werten die Arbeitnehmervertreter als positives Signal. Darüber hinaus erwartet die IG Metall Küste:

 1.    Vollständige Transparenz über die jetzt geschaffene Unternehmensstruktur.

2.    Die Klärung aller finanziellen und steuerlichen Fragen.

3.    Die Klärung aller Auswirkungen auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

4.    Die Klärung der damit verbundenen Fragen der Mitbestimmungsstrukturen.

 Die IG Metall begrüßt, dass der Gesprächsprozess bis September ergebnisoffen geführt werden soll. Die Erwartungshaltung der Betriebsräte und der IG Metall ist jedoch, dass die Geschäftsführung die Entscheidung revidiert und die Handlungsfähigkeit der Werften damit stärkt.  Heino Bade dazu: „Wir erwarten ein Umdenken der Geschäftsleitung mit dem Ergebnis, dass der Schritt nach Luxemburg zurückgenommen wird. Die Unternehmensleitung muss zurückfinden zu einem transparenten und guten Miteinander mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sowie der Politik.“

(Redaktion)


 


 

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