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Emden

Statkraft will Kraftwerk bauen

Emden könnte ein neues Kraftwerk erhalten. Der Konzern "Statkraft" plant nach eigenen Angaben den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks. Am Standort betreiben die Norweger bereits ein vom vormaligen Eigentümer E.On übernommenes Gas-, Dampf- und Biomasse-Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 450 Megawatt.

„Emden bietet aufgrund seiner entwickelten Infrastruktur gute Voraussetzungen für den Bau eines neuen Kraftwerks“, erläuterte Horst Kesselmeier, Leiter Projektentwicklung der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf. „Wir haben daher Anfang 2009 eine detaillierte Standortbewertung beschlossen.“

Kraftwerk-Pläne: Vorstellung im Dezember

Mitte Dezember wird Statkraft seine Pläne im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens den zuständigen Behörden offiziell vorstellen. Der Weg bis zu einer tatsächlichen Investitionsentscheidung sei allerdings noch weit, betont man beim Energiekonzern Während der Planungsphase werde neben der technischen auch die wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Vorhabens untersucht. Erst nach Abschluss aller Planungen und bei Vorliegen der notwendigen Genehmigungen soll dann Anfang 2011 im Vorstand der Statkraft AS in Oslo über den Bau entscheiden werden. „Wir hoffen natürlich auf einen positiven Ausgang der Untersuchungen. Ich werde Statkraft unterstützen,“ erklärt der Emder Oberbürgermeiste Alwin Brinkmann (SPD) . „Ein Neubau durch Statkraft würde in Emdens regeneratives Konzept passen und Arbeitsplätze erhalten beziehungsweise vielleicht sogar schaffen.“ Brinkmann arbeitete vormals selbst im ehemaligen E.On -Kraftwerk.

Neues Kraftwerk: Wirkungsgrade bis 60 Prozent

„Im Falle eines Neubaus entstünde in Emden eines der modernsten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke weltweit. Die bisherige Anlage wurde 1972 gebaut und entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Kraftwerkstechnik“, so Gerd Töpken, Kraftwerksleiter Emden und Landesbergen bei Statkraft. Moderne Gaskraftwerke zeichnen sich durch hohe Wirkungsgrade von beinahe 60 Prozent und sind damit umweltfreundlich und ressourcenschonend. So werden Luft und Wasser in deutlich geringerem Maße belastet, und es wird wesentlich weniger Gas benötigt, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen als in alten Anlagen.


Statkraft strebt eigenen Angaben zufolge bis zum Jahr 2015 einen Ausbau seiner europäischen Gaskraftwerkskapazität um ca. 1.200 Megawatt an. Statkraft bewertet Energiegewinnung aus Gas als notwendige Brücken- und Komplementärtechnologie für eine Versorgungszukunft, die von regenerativen Energieträgern zunehmend bestimmt sein wird.

(Redaktion)


 


 

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