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Nordseewerke Emden

Werftgeschäft macht ThyssenKrupp zu schaffen

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp plant über die bisherigen Konzernumbauten hinaus weitere Maßnahmen, um die Belastungen der Wirtschaftskrise bei einzelnen Unternehmensteilen zu verringern. Betroffen sind die Stahlsparte sowie die Schiffbau-Division, darunter auch die Nordseewerke in Emden. Dies sagte Konzernchef Ekkehard Schulz in der aktuellen Ausgabe des Manager Magazins.

ThyssenKrupp erwägt einerseits, die Partnerschaft mit dem Bergbaukonzern CVRD Vale bei  seinem milliardenschweren Stahlwerksprojekt in Brasilien auszubauen, so Schulz. CVRD Vale ist bereits mit 10 Prozent an dem neuen Stahlwerk, das ab dem kommenden Jahr Brammen für den Weltmarkt liefern soll, beteiligt. Es sei eine Anteilsaufstockung aus Barmitteln geplant. Wie hoch diese ausfallen werde, ist laut Schulz aber „noch völlig offen“. Der Vorstand werde dem ThyssenKrupp- Aufsichtsrat am 4. September konkrete Pläne dazu vorlegen.

Schiffsbau: in Emden und Kiel mussten bereits Projekte gestoppt werden

Schulz erklärte in dem Interview weiter, dass der Konzern derzeit mit Hochdruck auch an einer Lösung für den notleidenden Handelschiffbau arbeite. In den vergangenen Monaten waren mehrere Aufträge zum Bau von Containerschiffen wegen Finanzierungsproblemen der betroffenen Reeder geplatzt. Beim Tochterunternehmen Blohm + Voss Nordseewerke in Emden wurde im Zuge dessen bereits im März diesen Jahres der Bau von zwei großen Containerschiffen gestoppt. Weitere geplante Schiffe sind in Emden und bei HDW in Kiel noch vor ihrem Bau storniert worden. „Wir müssen sehen, bekommen wir das allein hin, oder machen wir das besser mit  Partnern. Im Moment geht die Tendenz eher zur Partnerschaft.“ Den Namen der  Interessenten wollte Schulz nicht nennen. „Unser Partner würde es sicher ungern sehen, wenn wir über den Stand der Verhandlungen sprächen.“

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ThyssenKrupp will im Edelstahlgeschäft Kooperationen eingehen

Der ThyssenKrupp-Vorstandsvorsitzende bekräftigte darüber hinaus auch Interesse an einer  Kooperation europäischer Hersteller im Edelstahlgeschäft. Dort macht der Konzern derzeit hohe Verluste. „Alle Stahlkonzerne haben ernsthafte Probleme mit diesem Bereich und deshalb Interesse an einer Konsolidierung“, so der Vorstandschef. Allerdings bestehe bislang ein „unüberwindliches  Kartellhindernis“. Schulz kritisierte die Haltung der EU-Kommission in  dieser Frage. „Der Edelstahlmarkt ist ein Weltmarkt und kein europäischer.“

(Redaktion)


 


 

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