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Ems-Achse

Berufliche Perspektiven für Alleinerziehende

Ems-Achse lädt Mütter und ihre Kinder zum Seminar ein - „Raus aus dem Alltag und rein ins Seminar“ hieß es in den letzten zwei Wochen für Alleiner-ziehende aus Aurich und Emden.

Die 23 Mütter waren zusammen mit ihren 22 Kindern der Einladung der Wachstumsregion Ems-Achse, der Emder Gleichstellungsbeauftragten und der Auricher Koordinierungsstelle Frauen und Beruf ins Europahaus Aurich gefolgt. Dort nahmen sie an zwei Seminarwochen unter dem Titel „Berufliche Perspektiven für Alleinerziehende – das Potenzial für Arbeitgeber“ teil.

„Bei dem Seminar handelt es sich um eine neue Maßnahme, die wir im Rahmen unserer Fachkräfteinitiative umsetzen“ erklärt Ems-Achse-Projektleiter Nils Siemen. Angesichts einer verhältnismäßig niedrigen Frauenerwerbsquote und eines überdurchschnittlichen Wachstums an sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region will die Ems-Achse verstärkt Frauen für den Wiedereinstieg ins Berufsleben gewinnen. „Gleichzeitig möchten wir Arbeitgebern diese Zielgruppe als interessantes Potenzial für neue Mitarbeiterinnen vorstellen“, so Siemen.

Während des jeweils viertägigen Aufenthalts im Europahaus, wurden die Kinder tagsüber durch qualifiziertes pädagogisches Personal betreut. „Uns war es wichtig, dass die Frauen den Kopf frei für die Seminare haben und sich keine Sorgen um die Kinder machen müssen“, sagt Okka Fekken, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Emden. Die Vorstellung von Kinderbetreuungsangeboten gehört ebenfalls zum Programm. „So sollen die Frauen in die Lage versetzt werden, bei Aufnahme der Berufstätigkeit das passende Angebot zu wählen“, fügt Fekken hinzu.

Zuvor gilt es den passenden Job zu finden und sich im Bewerbungsgespräch richtig zu präsentieren. Die Leiterin der Koordinierungstelle Frauen und Beruf in Aurich, Johanne Janssen erläutert das Seminarprogamm: „Wir haben dieses bewusst breit angelegt. Es beinhaltet eine Stärken-Schwächen-Analyse, einen Rhetorikkurs und Gespräche mit Arbeitsmarktakteuren.“ Besonders gut sei dabei auch der Austausch mit Arbeitgebervertretern, wie dem Personalleiter der Raiffeisen-Volksbank-Uplengen/ Remels, Eric Bootjer, bei den Teilnehmerinnen angekommen.

Geleitet wurden die Seminare von der Studienleiterin des Europahauses Angelika Heinich: „Interessant war, dass wir es mit zwei völlig unterschiedlichen Gruppen zu tun haben. Während die Emderinnen sich durch das Müttercafe bereits kannten und im Schnitt jüngere Kinder hatten, sind sich die Teilnehmerinnen aus Aurich zum ersten Mal begegnet und hatten vermehrt Kinder in der Altersgruppe sechs bis vierzehn Jahre.“ Die Auswertung soll nun bei der Konzeption zukünftiger Programme helfen.

Einigkeit besteht darüber, dass es weiter gehen soll. „Die Teilnehmerinnen haben uns durch ihr Engagement und ihre Willensstärke, sich auch in schwierigen Situationen zu behaupten, überzeugt“ so die Organisatoren: „Wir sind uns sicher, dass sie ihren Weg auf den Arbeitsmarkt finden werden.“ Dabei wollen sie den Teilnehmerinnen auch weiter zur Seite stehen, u. a. sind weitere Treffen, Coachings, ein Alleinerziehenden-Stammtisch und die Organisation von Job-Bussen geplant.

(Redaktion)


 


 

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