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Emssperrwerk

Versuchsreihe wegen Kolk unterbrochen

Die am vergangenen Freitag begonnene zweite Versuchsreihe zur Reduzierung der Schlickeinträge in die Ems mit Hilfe des Emssperrwerks in Gandersum (Landkreis Leer) wurde am Dienstag unterbrochen, weil sich oberhalb des Sperrwerks ein Kolk gebildet hat. Hierbei handelt es sich um eine Vertiefung am Grund, die durch Sediment-Verwirbelungen entstanden ist.

Am Montagabend war von Mitarbeitern festgestellt worden, dass ein Schiffs-Polller (sog. Schiffsdalben) ganz in der Nähe der Hauptschifffahrtsöffnung umgefallen war. „Wir sind der Sache nachgegangen und haben dabei die Sohlerosionen entdeckt", so Herma Heyken, Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Ursache für diese Auskolkung scheint nach Heykens Worten die hohe Strömungsgeschwindigkeit zu sein, die bei den Sperrversuchen im Bereich der Hauptschifffahrtsöffnung des Sperrwerks auftritt. Deshalb ist die Versuchsreihe inzwischen unterbrochen worden. Wann und ob die Versuche fortgesetzt werden, steht derzeit noch nicht fest. In den ersten Versuchen vom September letzten Jahres waren laut NLWKN derartige Probleme nicht festgestellt worden.

Fortsetzung noch ungewiss

Die am vergangenen Freitag begonnene zweite Versuchsreihe zur Reduzierung der Schlickeinträge in die Ems mit Hilfe des Sperrwerks sollte eigentlich noch bis zum 5. September dauern. Ein erster Kurzversuch im vergangenen September hatte zunächst positive Ergebnisse gezeigt, da sich die gezielte Steuerung der Sperrwerkstore mindernd auf den Schlickeintrag oberhalb Gandersums ausgewirkt hatte.

Die Schlickreduzierung ist u.a für die Papenburger Meyer Werft ein wichtiges Thema, für deren Schiffsüberführungen immer wieder zuvor die Ems ausgebaggert werden muss, ehe die Schiffe überführt werden können. Durch Flussbegradigungen war es im Gewässer in der Vergangenheit zu veränderten Strömungsverhältnissen gekommen, wodurch immer mehr Schlick in die Ems gelangte. Die Steuerung des Sperrwerks in Gandersum sollte dem nun entgegenwirken. Das Thema Verschlickung ist auch ein Dauer-Streitpunkt zwischen Umweltschützern und den Kommunen entlang der Ems, für die die Kreuzfahrtriesen-Schmiede in Papenburg ein enorm wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor ist.

(Redaktion)


 


 

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