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Emsüberführung

Kreuzfahrtschiff "Aida Stella" hat Emden erreicht

Das neue Kreuzfahrtschiff "Aida Stella" hat am Wochenende erfolgreich die 38 Kilometer lange Überführung auf der Ems von Papenburg nach Emden überstanden. Eine Stunde früher als erwartet erreichte das Schiff am Samstag den Hafen von Emden

Von Jana Werner

Das Schiff kam am Samstagmittag in Emden an und machte gegen 13.30 Uhr am Emskai fest. Noch am selben Tag brach die "Aida Stella" zu einer Testfahrt auf der Nordsee auf.

Das Kreuzfahrtschiff war am frühen Samstagmorgen zur Emsüberführung gestartet. Zwei Schlepper zogen das Schiff mit einer Geschwindigkeit von 1,5 Knoten rückwärts durch die Dockschleuse  in Papenburg.

Anschließend passierte das 253 Meter lange und 330 Millionen Euro teure Schiff problemlos die Nadelöhre Weener Friesenbrücke und Jann-Berghaus-Brücke. Nur knapp sechs Meter trennten die Bordwand von den Brückenpfeilern. Auch beim Emssperrwerk Gandersum verlief alles ohne Probleme, wie ein Werftsprecher sagte.

In den kommenden Wochen werden die letzten Arbeiten am Innenausbau beendet und das Schiff mit Hotelequipment, Mobiliar und Lebensmitteln fertig ausgestattet. Das Schiff soll am 16. März in Rostock-Warnemünde getauft werden und einen Tag später zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen.

Mit der Ablieferung dieses Kreuzfahrtschiffs endet vorerst die Schiffbau-Kooperation zwischen der Meyer Werft und der Rostocker Reederei Aida Cruises. Das 71.300 BRZ (Bruttoraumzahl) große Schiff ist der siebte und letzte Auftrag der Rostocker für Meyer. Bei zwei weiteren Neubauten war die Werft leer ausgegangen. Aida vergab die Aufträge nach Japan.

50 Millionen Euro schweres Sparpaket beschlossen

In dieser Woche hatte die Geschäftsleitung der Meyer Werft gemeinsam mit Betriebsrat und IG Metall ein millionenschweres Sparpaket beschlossen (business-on.de berichtete). Im laufenden Geschäftsjahr sollen demnach Kosten in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro eingespart werden, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Papenburg sagte. Begründet wurde die Vereinbarung mit einem "dramatischen Preisverfall" bei Schiffsneubauten.

Entlassungen soll es nicht geben. Stattdessen wurde unter anderem unbezahlte Mehrarbeit vereinbart. So soll jeder Mitarbeiter künftig 70 Stunden im Jahr ohne Entgeltanpassung arbeiten. Auch bei Zulieferern solle der Rotstift angesetzt werden. Die Regelungen sollen am 1. März in Kraft treten und für zwei Jahre gelten.

Im Gegenzug bekräftigte Meyer seine Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2016. Der Auftragsbestand umfasst nach Unternehmensangaben derzeit sechs Kreuzfahrtschiffe und ein Forschungsschiff. Damit sei die Werft bis Ende 2015 ausgelastet.

(dapd)


 


 

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