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Überführung nach Eemshaven

Kreuzfahrtschiff "Norwegian Breakaway" nach 22 Stunden eingetroffen

Das Kreuzfahrtschiff "Norwegian Breakaway" ist bei starkem Schneetreiben nach einer insgesamt 22 Stunden dauernden Überführung über die schmale Ems am Morgen gegen 8:00 Uhr im niederländischen Eemshaven eingetroffen.

Von Onur Yamac

Nach mehrmaligen Verschiebung der Emsüberführung war die "Norwegien Breakaway" am Mittwoch früher als geplant gegen 10:00 Uhr von Papenburg aus aufgebrochen. Die Überführung war bereits in den Tagen zuvor mehrmals verschoben worden.

Problematisch gestaltete sich in diesem Zusammenhang die Genehmigung durch den Niedersächischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) für den Aufstau der Ems. Offiziell hatte die Erlaubnis eine Gültigkeit bis zum 14. März. Danach darf die Ems mit dem vom Landesbetrieb NLWKN betriebenen Emssperrwerk im ostfriesischen Gandersum nicht mehr in so einer Höhe aufgestaut werden, dass Schiffe wie die "Norwegian Breakaway" selbige passieren können. Erst hätte in diesem Fall eine neue Genehmigung erteilt werden müssen. Im allerschlimmsten Fall hätte das Kreuzfahrtschiff ein halbes Jahr vor der Meyer Werft in Papenburg pausieren müssen. Dort war die "Norwegian Breakaway" gebaut worden.Kunde ist die US-Reederei Norwegian Cruise Line (NCL).

Termin eingehalten

Mit der erfolgten Überführung konnte die Bauherrin den Termin gerade noch einhalten. Ansonsten wäre - zumindest theoretisch - auch die Jungfernfahrt der "Norwegian Breakaway" in den USA gefährdet gewesen.

Bereits zu Beginn der Emsüberführung hatte die "Norwegian Breakaway", die wieder  Rückwärts mit Schleppern über die Ems gezogen wurde, die Papenburger Dockschleuse passiert. Die Stelle gilt wie die Friesenbrücke in Weener (Landkreis Leer) und die Jann-Berghaus-Brücke in Leer als Nadelöhr. Eigens installierte,  gefederte Puffer absorbierten am Nadelöhr in Papenburg die Wucht der lauten Kollision mit dem Ozeanriesen. Avgesehen von Kratzern gelang die Passage durch alle drei Engpässe  auf der Ems erfolgreich.

Mehrfach wechselte das Wetter und die Überführung, die auch diesmal wieder in den Händen der Lotsenbrüderschaft Emden lag, geriet in starkes Schneetreiben bei Windstärken um die 4 Beaufort. Auch die Drehung des Kreuzfahrtschiffes in Emden gelang in der Nacht.

Passage dauerte 22 Stunden

Letztlich dauerte die Emspassage des Passagierschiffs für 4.000 Passagiere (146.600 BRZ) diesmal insgesamt 22 Stunden. Die Überführung der "Aida Sol" (71.304 BRZ, 2.600 Passagiere) hatte im März 2011 noch etwa 10 Stunden in Anspruch genommen.

Die größer werden Schiffe auf der Ems rufen auch Kritik von Umweltschützern hervor, die einen Umzug der Meyer Werft von Papenburg an die Küste fordern. Wie die Umweltschutzorganisationen Bund, Nabu und WWF kritisieren, haben die für die Überführung der Kreuzfahrtschiffe notwendigen Vertiefungen der Ems die Verhältnisse im Fluss so sehr verschlechtert, dass dort zwischen Mai und Oktober kaum Fische leben könnten. Die Ems kämpft mit einer zunehmenden Verschlickung.

Der bislang treue Meyer-Kunde Aida Cruises hatte seine beiden Neubauten mit einer Brutto-Raum-Zahl (BRZ) von 125.000 zuletzt an Mitsubishi Heavy Industries vergeben.

(Red. / oy)


 


 

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