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"Unser Schuldenstand ist höher als der von Spanien"

Der Berliner Volkswirt Henrik Enderlein von der Hertie School of Governance hat die Androhung der Ratingagentur Standard & Poor's, Euroland abzuwerten, als "nachvollziehbar" bezeichnet. "Es war immer eine Illusion zu glauben, Deutschland stünde deutlich besser da als seine Nachbarländer.

"Unser Schuldenstand ist höher als der von Spanien und auf einer Ebene mit Frankreich", sagte Enderlein am Dienstag.

Enderlein: Rascher deutscher Schuldenabbau unwahrscheinlich

"Deutschland hat lange davon profitiert, dass es als vergleichsweise sicher im Euroraum angesehen wurde", erklärte Enderlein weiter. Aber inzwischen ist klar: Es geht nicht mehr um einzelne Länder, sondern um den Euroraum in seiner Gesamtheit. Wenn die Europäische Zentralbank Anleihen aufkauft, dann haften alle Euro-Länder dafür. Auch Deutschland. Der Ansatz von S&P, alle AAA-Länder in einen Topf zu werfen, ist deshalb nachvollziehbar."

Enderlein fügte hinzu: "Die demografischen Aussichten in Deutschland und die vergleichsweise schlechte Position des deutschen Bildungssystems machen es unwahrscheinlich, dass wir den Schuldenberg über hohe Wachstumsraten in den kommenden Jahren sehr schnell werden abbauen können."

(dapd )


 


 

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