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EU-Umwelthauptstadt

Endspurt mit den besten Acht

Angelehnt an die seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreiche Kampagne „Europäische Kulturhauptstadt“will die EU ab 2010 jedes Jahr eine „Europäische Umwelthauptstadt“ benennen.Die erste Etappe im Bewerbungsverfahren hatte Hamburg schon im November 2008 geschafft. Nun besuchte Umweltstaatsrat Maaß in Brüssel die Experten der „EU-Umwelthauptstadt“.

Von 35 Bewerberstädten aus der gesamten EU wurde Hamburg unter die besten acht für die nächste Bewerbungsstufe gewählt.

Heute präsentiert Umweltstaatsrat Christian Maaß vor einem zehnköpfigen, international besetzten Expertengremium in Brüssel Hamburgs Leistungen für eine umweltverträgliche Stadtentwicklung: „Wir sind stolz, in der Endausscheidung zu stehen. Die internationale Konkurrenz mit Amsterdam, Oslo und Stockholm ist sehr anspruchsvoll, aber Hamburg hat viel zu bieten. Wir zeigen z.B. mit dem Klimaschutzkonzept Hamburg und der Internationalen Bauausstellung, dass Stadtentwicklung nicht auf Kosten von Natur gehen muss und dass Wirtschaftsentwicklung und Klimaschutz sehr wohl zusammenpassen.“

Die Experten prüfen folgende Umweltindikatoren:

Lokaler Klimaschutz

  • Nachhaltiger Stadtverkehr
  • Öffentlich zugängliche Plätze und Parks
  • Luftqualität
  • Lärm
  • Abfallproduktion und -management
  • Wasserverbrauch
  • Abwasserbehandlung
  • Umweltmanagement lokaler Behörden
  • Nachhaltige Landnutzung

Zur Bewerbung gehört außerdem ein Veranstaltungskonzept für das Jahr, in dem man „Europäische Umwelthauptstadt“ wird. Damit soll der Sieger seine best practice-Beispiele vor Ort und EU-weit vorstellen.

Das Expertengremium wird seine abschließende Empfehlung einer Jury zur Entscheidung vorlegen. Sie setzt sich aus Vertretern der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur, dem Ausschuss der Regionen sowie Vertretern von Nichtregierungsorganisationen zusammen. Der Titel „EU-Umwelthauptstadt“ kann Hamburg entweder für 2010 oder 2011 verliehen werden. Die Entscheidung darüber wird im Rahmen einer Zeremonie am 23. Februar 2009 unter Teilnahme aller acht Bewerberstädte in Brüssel feierlich bekannt gegeben.

Für seine Bewerbung musste Hamburg nachweisen, dass die Stadt ebenso hohe wie vorbildliche Umweltstandards erfüllt und weiterentwickelt. Etwa durch den Einsatz von regenativer Energie, den Ausbau der Klärwerke und einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Gemessen wurden ebenso der Pro-Kopf-Verbrauch von CO2, die Qualität öffentlicher Grünflächen, die Luftqualität, die Lärmbelastung, der sparsame Umgang mit Wasser, nachhaltige Stadtentwicklung durch Flächenrecycling, das Schaffen von Umweltbewusstsein in Schule und Ausbildung sowie die Beteiligung der Stadt an Klimaschutz und Klimafolgenmanagement.

Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

(Redaktion)


 


 

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