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Chef der Bundesnetzagentur

Kurth wirft Energiekonzernen Panikmache vor

Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, wirft den Energiekonzernen Panikmache vor, weil sie vor einem Zusammenbruch der Stromnetze gewarnt haben. Die Debatte über einen möglichen Blackout sei "oft oberflächlich und interessengeleitet", sagte Kurth am Wochenende dem Nachrichtenportal "Spiegel Online". Er fügte hinzu: "Die Angst vor dem Blackout zu nutzen, halte ich für wenig zielführend."

Nach Kurths Einschätzung droht in Deutschland kein Stromausfall, auch wenn derzeit allein wegen des Moratoriums der Bundesregierung acht Atommeiler vom Netz sind. "Sowohl technisch als auch rechtlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Kraftwerke anzuweisen und zu steuern, um einen Netzausfall zu verhindern", sagte er. "Nach allem, was unsere Erhebungen ergeben haben, sind die Effekte des Moratoriums auf die Netze beherrschbar."

Bestimmte Belastungssituationen betroffen

Bestimmte Belastungssituationen müssten allerdings rechtzeitig analysiert werden, um die Netze stabil zu halten. Als Beispiel nannte Kurth die Situation im Großraum Hamburg. Dort sind die Meiler Krümmel und Brunsbüttel wegen Reparaturen vom Netz, das AKW Unterweser wegen des Atommoratoriums der Bundesregierung. Der Meiler Brokdorf soll vom 11. bis zum 30. Juni in Revision.

"Die Netzstabilität ist dadurch gefährdet", sagte Kurth. "Man könnte versuchen, Revisionen auf die Zeit nach dem Moratorium zu verschieben oder andere Zu- und Abschaltungen von Kraftwerken erwägen. Es ist wichtig, dass wir derartige Situationen schon jetzt bewerten."

(dapd )


 


 

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