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Vertrag mit RWE unterzeichnet

Bahn will 35 Prozent Strom aus regenerativen Energien bis 2020

Die Deutsche Bahn will bis zum Jahr 2020 den Anteil des durch regenerative Energien erzeugten Stroms auf 30 oder sogar 35 Prozent steigern. Ein "Meilenstein in Sachen klima- und umweltfreundlicher Bahn" sei deshalb ein Vertrag mit dem Energiekonzern RWE über die Lieferung von jährlich knapp einer Milliarde Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft von 2014 an, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Montag in Frankfurt am Main.

Die Strommenge entspreche rund acht Prozent des Bedarfs und reiche aus, um ein Drittel der ICE und IC im Fernverkehr mit Strom zu versorgen, erklärte Grube bei der Vertragsunterzeichnung mit dem RWE-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren und ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Der Anteil erneuerbarer Energien am Verbrauch des Verkehrskonzerns erhöht sich damit nach Angaben Grubes von knapp 20 auf 28 Prozent.

Bisher 49 Prozent aus Kohle

Die Bahn wolle Umweltfreundlichkeit künftig "stärker als Alleinstellungsmerkmal und Wettbewerbsfaktor nutzen", kündigte Grube an. Heute beziehe der Verkehrskonzern seinen Strom zu 49 Prozent aus Braun- und Steinkohlekraftwerken. 22 Prozent seien Kernenergie, 9 Prozent kämen aus Erdgas und 19,8 Prozent aus erneuerbaren Energien, erläuterte der Bahnchef.

Bis 2020 soll der Anteil umweltfreundlichen Stroms auf mindestens 30 Prozent steigen, sagte Grube. Dieses Ziel habe bereits vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima bestanden, die ihn aber zusätzlich sensibilisiert habe. Ab 2050 wolle die Bahn zu 100 Prozent CO2-frei fahren.

Der Strom für die Bahn wird nach den Worten von Großmann in 14 Wasserkraftwerken des größten Stromerzeugers in Deutschland an Mosel, Saar, Rhein, Ruhr und Rur erzeugt. RWE investiere bis 2013 knapp vier Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien.

(dapd )


 


 

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