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Flickenteppiche aus Bangladesch

Entwicklungshilfe à la KiK

Rangpur im Norden von Bangladesch gehört zu den ärmsten Regionen des Landes und der Welt. Hier gibt es keine Industrie; die Region überlebt ausschließlich durch die Landwirtschaft. "Mit der Produktion von Flickenteppichen in Rangpur schaffen wir für die Menschen die Möglichkeit, ein Einkommen zu erwirtschaften und so ihre Familien zu ernähren", so Petra Katzenberger, verantwortliche Leiterin des Bereichs Social Compliance bei KiK.

"Die Menschen können in ihrer Heimat bleiben und brauchen nicht in die industriellen Zentren nach Dhaka oder Chittagong abzuwandern", so Katzenberger weiter. Für die Teppiche werden Stoffreste aus der örtlichen Textilproduktion verarbeitet - durch dieses Recycling-Prinzip würden die Teppiche einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten, so KiK-Sprecherin Katzenberger. Aus dem Norden Bangladeschs geht es dann nach Deutschland in die Filialen des Textil-Discounters. Dort werden die kleinen, bunten Läufer für 1,99 Euro angeboten.

KiK: Bereits 70.000 Läufer verkauft

Seit Oktober konnten nach KiK-Angaben bereits 70.000 Stück dieser Läufer verkauft werden. Der Gewinn fließt in voller Höhe in Hilfsprojekte vor Ort. "Das Produkt mit dem sozialen und ökologischen Mehrwert ermöglicht es uns, den Aufbau von Schulen und Arztstationen zu unterstützen, denn an beidem mangelt es in Bangladesch", so Katzenberger.

KiK arbeitet mit OTTO-Tochter Systain zusammen

Bei der Produktion der Flickenteppiche müsste von den Herstellungsbetrieben jedoch die Einhaltung sozialer Mindeststandards garantiert werden. Das Unternehmen mit Sitz in Bönen (NRW) arbeitet hierbei mit dem Beratungsunternehmen "Systain", einer Tochter des Versandhändlers OTTO zusammen. "Wir erlauben zum Beispiel keine Kinderarbeit, wir wollen, dass der gesetzlich festgeschriebene Lohn gezahlt wird und dass korrekte Arbeitsverträge bestehen. Auch Überstunden und Mehrarbeit müssen selbstverständlich bezahlt werden", erläutert Katzenberger.

KiK: Eigene Abteilung für Sozialstandards

KiK legt nach eigenen Angaben Wert darauf, dass alle Produktionsstätten der Lieferanten von externen Auditierungsunternehmen auch auf die Einhaltung dieser Anforderungen überprüft und auch regelmäßig kontrolliert werden. Auf den Internetseiten des Textil-Discounters wird in diesem Zusammenhang - jedoch ohne weitere Details zu nennen - auf unabhängig durchgeführte Kontrollen und eine eigens hierfür eingerichtete Abteilung "Social Compliance " am Stammsitz Bönen verwiesen.  

(Redaktion)


 


 

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