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Biobauern

Trotz zum Teil geringerer Ernte wuchs der Umsatz 2010 um 19 Prozent

Deutsche Biobauern haben 2010 ihre Verkaufserlöse trotz zum Teil geringerer Ernteerträge deutlich erhöht.

Während die Ernte von Getreide, vielen Gemüsesorten, Kartoffeln und Kernobst geringer ausfiel als ein Jahr zuvor, stiegen die Umsätze um rund 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und machten somit 3,5 Prozent der Gesamterlöse der deutschen Landwirtschaft aus, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag in Berlin vor der am Mittwoch in Nürnberg beginnenden Biofach-Messe mitteilte.

Hauptgrund für den Anstieg seien höhere Preise für viele Bioprodukte. Außerdem sei das Angebot für tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier ausgebaut worden.

Laut Ministerium lag der durchschnittliche Jahresumsatz pro Biobetrieb mit rund 59.000 Euro etwa bei der Hälfte eines konventionellen Betriebs (124.000 Euro). Auch beim Ertrag pro Hektar erzielten Biobauern mit 1.300 Euro deutlich weniger als ihre Kollegen (2.200 Euro). Grund hierfür sei der deutlich höhere Grünlandanteil mit extensiver Bewirtschaftungsweise bei Biobetrieben. Würden Grünflächen herausgerechnet, bewegten sich beide Produktionsformen etwa auf gleichem Niveau

Mehr Milch, Gemüse, Obst und Wein ökologisch produziert

Deutliche Unterschiede gibt es den Angaben zufolge auch bei der Zusammensetzung der Umsatzstruktur: Während im Ökolandbau 27 Prozent der Erlöse auf Obst, Gemüse und Kartoffeln entfallen, sind es in der konventionellen Landwirtschaft zehn Prozent. Umgekehrt erlösen Biobauern mit Fleisch 19 Prozent, konventionelle Landwirte dagegen fast ein Drittel ihres Gesamtumsatzes. Nahezu gleich ist der Anteil von Milch. Nachdem 2010 etwa neun Prozent mehr Bio-Milch produziert wurde, stieg ihr Anteil an den Verkaufserlösen der Ökobauern auf 19 Prozent, verglichen mit 24 Prozent in konventionellen Betrieben.

Neben der Milchproduktion vergrößerten die deutschen Biobauern 2010 auch ihre Anbauflächen für Wein, Obst und Gemüse - hier vor allem für Möhren und Äpfel - und hielten mehr Legehennen, Masthähnchen und Gänse als im Vorjahr. Die Flächen für Kartoffeln und Getreide gingen dagegen geringfügig zurück.

(dapd )


 


 

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