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EU-Klimaschutzregeln

Berlin stützt Autolobby im Kampf gegen schärfere CO2-Grenzwerte

Berlin will die geplanten EU-Klimaschutzregeln für Autos abschwächen und pocht auf eine stärkere Förderung für Elektrofahrzeuge. Einen entsprechenden Vorschlag legte die Bundesregierung am Montag in Brüssel auf den Tisch, verlautete aus Delegationskreisen.

Demnach sollen die Autohersteller schon 2016 Bonuspunkte für Hybrid- und Elektroautos sammeln und sie nach 2020 nutzen können, wenn strengere Regeln gelten sollen.

Geht es nach Berlin, dann werden CO2-neutrale Wagen schon ab 2016 3,5 mal so stark für die Berechnung der Klimagasbilanz der gesamten Flotte gewichtet. Erst danach soll der Faktor jedes Jahr um 0,5 Punkte abgesenkt werden. Die EU-Kommission will den grünen Fahrzeugen erst ab 2020 größeres Gewicht geben, aber nur den Faktor 1,3 zuteilen.

"Wir fordern einen ambitionierteren Ansatz bei der Förderung von Elektromobilität", hieß es dazu aus Delegationskreisen. "Wir wollen, dass es für Hersteller umso attraktiver wird, je früher sie Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen." Ziel sei, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland zu haben.

Von 2020 an sollen Autos im Schnitt nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Über die neuen Regeln wird derzeit noch erbittert gestritten. Neben den Mitgliedsstaaten muss auch das EU-Parlament zustimmen.

(dapd)


 


 

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