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EU-Programm „Kreatives Europa“

Böhrnsen fordert Nachbesserungen

„Bei der Kulturförderung dürfen nicht überwiegend ökonomische Kriterien eine Rolle spielen. Kultur hat einen Eigenwert an sich. Dies dürfen wir auch auf europäischer Ebene nicht aus den Augen verlieren.“ So kommentierte Bremens Senator für Kultur, Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), die geplante Einrichtung des EU-Programms „Kreatives Europa“.

 „Ich begrüße, dass jetzt mehr Geld für europäische Kreativprojekte zur Verfügung stehen soll, aber in der jetzigen Form muss das Programm überarbeitet werden.“ Bremen ist daher einem Bundesratsantrag von Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg beitreten, um Nachbesserungen zu erreichen. Nach dem derzeitigen Stand sollen zwischen 2014 und 2020 rund 1,8 Mrd. Euro für die Kultur- und Kreativbranche zur Verfügung stehen. Das Thema wird am Freitag, 10. Februar, im Bundesrat behandelt.

Bürgermeister Böhrnsen wies dabei besonders auf die angedachte Zusammenführung der bisherigen Förderungen von Kultur und Kreativwirtschaft hin: „Dies darf nicht dazu führen, dass der Kulturbereich finanzielle Einbußen erleidet.“ Insgesamt würde sich durch das neue Programm „Kreatives Europa“ die Förderpolitik von der Unterstützung der Kunst und ihrer Produzenten wegbewegen. Stattdessen dominieren wettbewerbs- und profitorientierte Zielsetzungen.

Böhrnsen: Kultur nicht rein ökonomisch bemessen

„Ich halte die Kreativwirtschaft – gerade auch in Bremen – für einen wichtigen Wirtschaftszweig, doch in der Kultur darf es nicht nur darum gehen, ob etwas auch ökonomisch verwertbar ist“, so Bürgermeister Böhrnsen. Bremen schließe sich daher der Forderung an, dass sich die Ziele des Programms an kreativen Schaffensprozessen, an künstlerischen Ausdrucksformen messen lassen müssen.

Weiter sagte Böhrnsen: „Kunst und Kultur bereichern unsere Gesellschaft, sie liefern wichtige Impulse für Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft. Daher brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, auch auf europäischer Ebene. Ich dränge darauf, dass sich auch der Bundesrat und die Bundesregierung für eine Überarbeitung des Programms ,Kreatives Europa’ einsetzen.“

(Redaktion)


 


 

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