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Euro-Krise

Rettungsfonds für Italien muss offenbar deutlich aufgestockt werden

Die Europäische Zentralbank (EZB) fordert einem Medienbericht zufolge eine grundlegende Reform der Krisenpolitik der Euro-Staaten. Der Euro-Rettungsschirm müsse deutlich aufgestockt, möglicherweise sogar auf 1,5 Billionen Euro verdoppelt werden, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) unter Berufung auf hochrangige Zentralbankkreise. Ansonsten, so die Befürchtung, drohe die aktuelle Krise an den EU-Anleihemärkten außer Kontrolle zu geraten.

"Der bestehende Schirm in Europa reicht nicht aus, um eine glaubwürdige Schutzmauer um Italien zu bauen. Dafür war er nie angelegt", zitiert die Zeitung weiter aus der ungenannten Quelle. Die Situation werde schon verglichen mit der Lage im Herbst 2008, als die deutsche Bundesregierung eine Billionen-Euro-Garantie für Spareinlagen in Deutschland abgab. Eine EZB-Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren.

Regierungen müssen nun Entscheidung treffen

Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche waren die Anleihekurse Italiens eingebrochen, sodass die Aufnahme neuer Verbindlichkeiten weitaus teurer werden könnte. Eine Verdoppelung des Rettungsschirms hatte im Juni bereits der Chef der niederländischen Notenbank, Nout Wellink, gefordert.

Inzwischen gebe es im EZB-Rat dazu einen breiten Konsens, berichtet das Blatt. Die Entscheidung zu fällen sei allerdings nicht Aufgabe der EZB, sondern der Regierungen. Dabei geht es den Geldpolitikern nicht nur um Aufstockung, sondern auch um eine flexiblere Gestaltung des Rettungsschirms. Außerdem müsse man schnell intervenieren können, ohne auf lange Programmverhandlungen zu warten.

(dapd )


 


 

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