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Staatsschuldenkrise

Saudi Arabien unterstützt Europa

Europa kann sich in der Staatsschuldenkrise offenbar auf Saudi Arabien verlassen. Die größte Volkswirtschaft unter den Golfstaaten und der zweitgrößte Ölförderer der Welt sieht den Euro als wichtige Währung an und ist generell bereit, bei der Stabilisierung zu helfen.


Von Matthias Jekosch

"Saudi Arabien arbeitet in dem Bereich gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds, wenn es Bedarf gibt", sagte Vize-Finanzminister Hamad bin Sulaiman Al-Bazai in Riad. Er verwies auf Hilfen für Griechenland, die Saudi Arabien im Gegenzug für Reformen gewährt hatte.

Er lobte das deutsche Engagement und das der anderen EU-Staaten zur Stabilisierung des Euro. Allerdings kritisierte Al-Bazai, dass die europäischen Regierungschefs zu spät zu Ergebnissen kämen. Zudem müsse noch mehr kommen, insbesondere von Deutschland. "Die Lage der Märkte ist sehr kompliziert, und um die zu beruhigen, bedarf es unter Umständen großer Opfer von Deutschland", sagte er und fügte hinzu: "Es besteht kein Zweifel daran, dass hier eine sehr ehrgeizige Vision gefragt ist."

Der Euro sei ein "gewichtiger Faktor", auch für sein Land. "In den Devisenreserven unseres Landes reicht er zwar noch nicht an den Dollar heran, spielt aber eine wichtige Rolle daneben", sagte Al-Bazai. Das sieht offenbar auch die Staatsbank Saudi Arabian Monetary Agency (SAMA) so.

Gleichwohl werde "nach wie vor in Europa bewusst investiert, um eine sinnvolle Diversifikation im Portfolio zu haben", sagte er. Deutschland und speziell Baden-Württemberg würden sehr positiv gesehen, als die Kraft, die Europa befähigen und retten kann.

(dapd )


 


 

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