Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
EuroSafety Health-Net

EU-Projekt soll Schutz der Patienten vor multiresistenten Erregern erhöhen

Vor wenigen Tagen haben der Medizinische Geschäftsführer der Ammerland-Klinik, Dr. Michael Wuttke und, und der Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses Westerstede, Dr. Christoph Rubbert, gemeinsam die Verpflichtungserklärung der Kliniken zum Beitritt zum sog. "EuroSafety Health-Net"-Projekt unterschrieben.

Die englische Abkürzung steht für Euroregionales Netzwerk für Patientensicherheit und Infektionsschutz: In den Landkreisen entlang der gesamten deutsch-niederländischen Grenze, der sogenannten Euregio, soll nach und nach ein Präventionsnetz gegen multiresistente Erreger aufgebaut werden. Die beiden Kliniken aus dem Ammerland sind die ersten in der Region, die dem europäischen Programm für präventiven Gesundheitsschutz von Patienten beigetreten sind.

Patienten wissen häufig nichts von ihrer Infektion

„Diese Krankheitserreger, der bekannteste unter ihnen ist der sogenannte MRSA-Keim, werden durch Patienten, die gar nicht erkennbar erkrankt sind, eingeschleppt“, erklärte der Medizinische Direktor der Ammerlandklinik Dr. Wuttke. „Da wir diese Erreger nur mit gemeinsamen Hygienestandards bekämpfen können, haben wir unsere Teilnahme an diesem Qualitätsprogramm sofort zugesagt.“

Das Klinikzentrum habe das Problem MRSA bereits erkannt und Maßnamen dagegen ergriffen: „Risikopatienten, die beispielsweise mit bestimmten Vorerkrankungen zu uns kommen, werden bereits bei Aufnahme einer Schnellanalyse unterzogen“, bestätigt sein Kollege Dr. Rubbert. Amtsarzt Dr. Elmar Vogelsang nennt dieses Vorgehen beispielhaft: „Damit können, anders als in anderen Kliniken, multiresistente Erreger bereits erkannt werden, bevor die Patienten auf eine Station aufgenommen werden.“ Im Rahmen des Eurogio-Projektes soll dieses bestehende Verfahren nun weiter entwickelt werden.

Fachtagung zum Thema multiresistente Erreger

Im Kreishaus Westerstede fand im Zuge des Beitritts inzwischen auch bereits eine Fortbildungsveranstaltung mit namhaften Referenten aus Hannover, Oldenburg und dem Ammerland zum Thema multiresistente Erreger statt. Rund 120 Teilnehmer aus den Kliniken, Haus- und Facharztpraxen, Pflegediensten, Pflegeheimen und dem Rettungsdienst des Landkreises informierten sich. „ Und für das kommende Jahr planen wir einen runden Tisch für Vertreter aus allen medizinischen Bereichen, um den Schutz vor den multiresistenten Erregern weiter zu verbessern“, kündigte Dr. Vogelsang an.

(Redaktion)


 


 

Erreger
Patienten
Klinikzentrum
Ammerland
Schutz
Teilnahme
EuroSafety Health-Net EU-Projekt
Landkreisen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Erreger" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: