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EWE Netz

Energieversorger stellt Konzept für Beteiligung der Kommunen vor

Nachdem Gutachter den Wert der Konzerntochter EWE Netz ermittelt haben, hat der Oldenburger Energieversorger EWE am Dienstag sein Netzbeteiligungsmodell für die interessierten Kommunen im EWE-Versorgungsgebiet vorgestellt.

Gutachter haben den Wert der Tochter EWE Netz demnach auf 1.889,2 Mio. Euro taxiert. Als Garantiedividende für die beteiligten Kommunen hat EWE 4,75 Prozent festgelegt.

„Damit liegt die Dividende klar im oberen Bereich der seinerzeit zwischen vier und fünf Prozent angekündigten Spanne“, so EWE- Infrastruktur -Vorstand Timo Poppe von EWE. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Oldenburger Energieversorger den Kommunen in der Region die Möglichkeit einer Beteiligung in Höhe von bis zu 25,1 Prozent an seiner Netzgesellschaft in Aussicht gestellt.

Hintergrund des Beteiligungsmodells waren entsprechende Bestrebungen von Kommunen im EWE-Netzgebiet. Bei der EWE fürchtete man lange Zeit offenkundig einen Zerfall des Netzgebietes und durch das Anwachsen von Verteilstationen und den damit verbundenen Netzsteuerungsbedarf zu viel Kleinstaaterei.

Doch wie zuletzt bereits bei den Entschädigungen für EWE-Kunden infolge eines Gerichtsurteils fand sich unter der Regie von EWE-Chef Werner Brinker eine Lösung. Im Konzern wird dies nicht überall gerne gesehen. Doch der in den vergangenen Jahren praktizierte Interessenausgleich unterstrich - trotz mancher Spielfelder im In- und Ausland - immer wieder nicht nur die regionale Verankerung, sondern sorgte auch dafür, dass Kunden wenig Anlass gegeben wurde, sich von ihrem Energieversorger zu trennen.

Wohl auch deshalb erklärte Poppe am Dienstag in einer Mitteilung der EWE, dass das Angebot des Energieversorgers neben der garantierten Dividende auch die Möglichkeit umfassen werde, die Netzinfrastruktur in der Region "aktiv mitzugestalten".

Kommunen erhalten individuelles Angebot

„Wir freuen uns, dass wir den Kommunen auf Basis des gutachterlich ermittelten Werts in den nächsten Wochen konkrete Angebote unterbreiten können“, so Poppe weiter. Die Höhe des individuellen Anteils an EWE Netz und der entsprechende Kaufpreis sollen sich nach Fläche, Einwohnerzahl und Anzahl der Wegenutzungsverträge der Kommune errechnen.

Sobald dem Energieversorger die Freigabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) in Bonn vorliegt, will man den Kommunen die Angebotsunterlagen zukommen lassen. Mit der Freigabe der Unterlagen rechnet EWE demzufolge im März 2013. 

Bis zum Herbst haben die Kommunen nach EWE-Angaben Zeit, ihr jeweiliges Angebot zu prüfen und eine Entscheidung zu zu treffen.

(Red. / oy)


 


 

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