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Wegen Drygalla-Affäre

Bundesinnenministerium prüft Einführung einer Extremismusklausel

Als Folge der Debatte um Rechtsextremismus in Verbindung mit Spitzensportlern will das Bundesinnenministerium, nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstagsausgabe), seine Förderrichtlinien verändern.

Im Zusammenhang mit der Mittelzuweisung für die Sport-Spitzenverbände könnte in Zukunft eine explizite Extremismusklausel abgefragt werden. Bei der aktuell laufenden Überarbeitung der Förderkriterien werde diese Möglichkeit ausdrücklich erwogen, wurde der Zeitung vom Bundesinnenministerium bestätigt. Man sei durch den Fall der Ruderin Nadja Drygalla - "ein bisher nicht vorstellbarer Extremfall", so hieß es - neu zum Nachdenken gebracht worden. Bisher habe man bei der Bekämpfung rechtsextremistischer Tendenzen mit dem Sport zusammen den Schwerpunkt auf Vorbeugung durch Aufklärung gesetzt. 

Initiative geht noch auf Amtszeit Otto Schilys zurück

Drygalla steht im Zentrum einer Debatte um politisch-extremistische Kontakte von Top-Sportlern. Bisher gebe es für die Sportfachverbände keine ausdrückliche Extremismusklausel, hieß es im Bundesinnenministerium.Im Bereich des Bundesfamilienministeriums müssen Initiativen gegen Rechts erklären, um staatliche Fördergelder zu bekommen, dass sie keine extremistischen Bestrebungen haben, nicht aber bei der Sportförderung. Die Anregung für die Extremismusklausel des Bundesfamilienministeriums war vom damals unter der Regierung Gerhard Schröder noch vom SPD-Mann Otto Schily geleiteten Bundesinnenministerium gekommen.

Jetzt will man eventuell im Innenministerium die Finanzzuweisungen an die Spitzensportverbände zum Zweck der Sportförderung mit einer ähnlichen Klausel verbinden.

(Redaktion)


 


 

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