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Medienbericht

Facebook-Übermacht behindert StudiVZ-Verkauf

Die Übermacht des Sozialen Netzwerks Facebook behindert aktuell den Verkauf der VZ-Gruppe. Die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat daher vorerst ihre Pläne aufgegeben, das soziale Netzwerk StudiVZ kurzfristig an einen Investor zu veräußern.

Wie das "Manager Magazin" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hatte Konzernchef Stefan von Holtzbrinck (48) die Investmentbank
Goldman Sachs zuletzt dazu angewiesen, die Suche nach einem Käufer für die VZ-Gruppe vorerst einzustellen, die aufgrund der Konkurrenz des US-Mitbewerbers Facebook aber auch aufgrund einer sich generell einstellenden Nutzermüdigkeit Zugriffe einbüßt. Nach einem Hype beim deutschen Ableger von Facebook konsolidieren sich auch dort inzwischen die Nutzerzahlen.

Soziale Netzwerke bleiben beliebt

Während der deutsche Ableger von Facebook im Juni 2011 laut Google AdPlanner 1,9 Mio Einzelbesuche (Visits) und 12 Mio. Seitenaufrufe verzeichnete, schafften es StudiVZ (3,2 Mio Zugriffe), SchülerVZ (5,1 Mio. Zugriffe) und MeinVZ (5,1 Mio Zugriffe)  zusammen auf 13,2 Mio Zugriffe. Hinzu kommt dort eine hohe dreistellige Millionenzahl von Seitenaufrufen. Andere Soziale Netzwerke wie beispielsweise "Wer-Kennt-Wen.de" verzeichneten im Juni 9,7 Mio Einzelbesuche. Die Zahlen von Google AdPlanner gelten nicht als absolut exakt, aber gemeinhin als guter Indikator für die Besucherfrequenzmessung von Webseiten. Darüber hinaus gibt es nach wie vor die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW). Diese weist für die VZ-Netzwerke im Juni einen Wert von knapp 173 Mio Visits aus, Facebook ist dort nicht gelistet, gilt aber mit weltweit 1,8 Mrd. Zugriffen und 25 Mrd. Seitenaufrufen (Google AdPlanner) als unbestrittener Weltmarktführer.

„Es kann niemandem recht sein, wenn der Markt durch Facebook monopolisiert wird, das beim Datenschutz keine Rücksichtnahmen kennt.“ (Holtzbrinck-Manager über Soziale Netzwerke)

Relaunch geplant

Weder unter Medienunternehmen noch privaten Investoren im In- und Ausland hatte es für die VZ-Gruppe laut "Manager Magazin" akzeptable Gebote gegeben. Holtzbrinck hatte Anfang 2007 für die Online-Community 85 Millionen Euro bezahlt und später durch MeinVZ und SchülerVZ erweitert.

Wie es in dem Magazin-Bericht heißt, werde StudiVZ in diesem Jahr voraussichtlich einen Gewinn ausweisen. Beim Branchendienst "Horizont" ist von einem siebenstelligen Betrag die Rede.  In spätestens drei Monaten soll die Website zudem mit neuem Erscheinungsbild relauncht werden. Ein Holtzbrinck-Manager wird mit den Worten zitiert: „Es kann niemandem recht sein, wenn der Markt durch Facebook monopolisiert wird, das beim Datenschutz keine Rücksichtnahmen kennt.“ Monopole führen für Werbetreibende nicht zuletzt auch zu einseitigen Abhängigkeiten.

(Red. / oy)


 


 

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