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Vereitelter Terroranschlag

Fahndungspanne in Detroit empört Obama

Wissen ist Macht. Diese Lebenseinsicht des britischen Philosophen Francis Bacon geht immer noch leicht über die Lippen. Angesichts einer explodierenden Nachrichtenvielfalt und sich ständig erweiternder Erfahrungsmöglichkeiten stoßen Menschen oft an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit.

Statt Mitglieder einer echten Wissensgesellschaft zu werden, sind sie auf dem Weg Wissensbestandteile am Lebensweg wie Staubsauger einzusaugen, ohne nennenswerten Nutzen. Sie horten Informationen und vernachlässigen ihre Vernetzung. Sie trennen nicht die Spreu vom Weizen und wissen am Ende nicht, was wirklich wichtig ist. Dann führt zuviel Wissen zur Ohnmacht. 

Weniger sammeln, mehr sinnvoll nutzen

Das lehrt auch die jüngste amerikanische Erfahrung. Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 verfielen die USA dem Sammelrausch gutwilliger Sicherheitsfanatiker. Millionen von Daten über Millionen von Menschen, deren Lebensgewohnheiten, Vorlieben und Anschauungen werden seit Jahren gespeichert. Doch wer wertet sie aus? Wer vernetzt sie, um über potentielle Terroristen oder Hintermänner wirklich Verwertbares zu erfahren? Über den nigerianischen Attentäter war vieles bekannt, doch die Datenbanken hüteten ihr Geheimnis. Präsident Obama mag darüber entsetzt sein. Die USA sollten weniger sammeln, das aber sinnvoll nutzen.

Autor Godehard Uhlemann ist Redakteur bei der in Düsseldorf erscheinenden Tageszeitung "Rheinische Post"

(Redaktion)


 


 

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