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FDP kritisiert Mali-Politik

"Zu viel Militär, zu viel Wunschdenken, zu wenig vernetzte Sicherheit"

Angesichts der für diesen Dienstag anstehenden Regierungsbeschlüsse über die Mali-Mandate hat die FDP grundsätzliche Bedenken am Vorgehen der internationalen Gemeinschaft.

"Es fehlt an Polizeiausbildung", sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP, Elke Hoff, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Weder durch die Soldaten-Trainingsmission noch durch das Eingreifen westafrikanischer Soldaten würden die "Grundübel der Region" beseitigt. 

Reise durch wichtige Nachbarstaaten unternommen

Nach einer Reise durch wichtige Nachbarstaaten Malis berichtete Hoff davon, dass es vor allem um fehlende Grenzkontrollen, um eine Waffenüberflutung nach der Intervention in Libyen und einen rasant zunehmenden Drogenhandel gehe. "Davon profitieren sowohl kriminelle als auch islamistische und terroristische Strukturen", erläuterte Hoff.

"Derzeit sehe ich hier zu viel Militär, zu viel Wunschdenken und zu wenig vernetzte Sicherheit", so die Verteidigungsexpertin. Es sei dringend nötig, die ebenfalls von Zerfall bedrohten Nachbarstaaten zu stabilisieren. Nach ihrer Meinung sollte die internationale Gemeinschaft die verschiedenen Ansätze zu einer Gesamtstrategie verbinden. "Es wäre nicht die klügste Lösung, viel Geld und Ressourcen in eine lang andauernde militärische Operation hineinzupumpen, die am Ende nicht zum gewünschten Ergebnis führt", sagte Hoff.

(Redaktion)


 


 

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