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MAN legt Streit mit arabischem Fonds bei

Ein Problem weniger für die Lkw-Allianz zwischen MAN und VW: Der Münchner Lastwagenhersteller und der arabische Staatsfonds IPIC (International Petroleum Investment Company) haben ihren Streit um Anteile am Essener Anlagenbauer Ferrostaal beigelegt.

MAN bestätigte am Montag den Rückkauf seines Aktienpakets des einstigen Tochterunternehmens für 350 Millionen Euro. Ferrostaal bleibe jedoch nicht im MAN-Konzern, sondern gehe für bis zu 160 Millionen Euro komplett an die Hamburger Investorengruppe MPC.

Wegen eines Schmiergeldskandals bei dem Essener Unternehmen hatten die Araber auf die Rückabwicklung des Geschäfts bestanden. Ferrostaal soll beim Verkauf von U-Booten an Griechenland und Portugal Beamte bestochen haben und muss deshalb eine Strafzahlung von 149 Millionen Euro leisten. IPIC und MAN stritten seitdem darum, wer die Kosten der internen Ermittlungen tragen muss. Die Araber hatten 2009 vor Bekanntwerden der Korruptionsaffäre für rund 490 Millionen Euro 70 Prozent der MAN-Tochter übernommen.

Die nun erfolgte Einigung dürfte auch Ferdinand Piëch freuen. Der Vorsitzende der Aufsichtsräte bei Volkswagen und MAN plant seit langem eine Zusammenarbeit zwischen MAN und Scania unter dem Dach des VW-Konzerns. So soll Volkswagen die Branchenschwergewichte Daimler und Volvo auf dem Lkw-Markt angreifen. Anfang November hatte VW nach Zustimmung der internationalen Kartellbehörden 54 Prozent des Grundkapitals bei MAN erworben und hält 56 Prozent der Stimmrechte. Bei Scania haben die Wolfsburger bereits seit 2008 die Hauptversammlungsmehrheit.

(dapd )


 


 

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