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Fukushima-Feuerwehrleute

"Wir sind Teil einer wichtigen nationalen Aufgabe"

Feuerwehrleute einer Spezialeinheit, die im japanischen Fukushima eingesetzt waren, äußern haben sich exklusiv im ARD-Magazin geäußert. Sie sprachen über die Gefahren ihres Einsatzes, ihre Gefühle und die Situation in Fukushima.

Der Leiter der Einsatzgruppe, Keinichi Kusawa, sprach von der Pflicht, vor Ort zu helfen: "Wir sind Teil einer wichtigen nationalen Aufgabe. Ich tue das für mein Land. Deshalb bin ich ruhig geblieben und habe meine Arbeit gemacht." Er habe seiner Familie nicht gesagt, dass er nach Fukushima fahre: "Erst als ich da war, habe ich es meiner Frau geschrieben. Sie hatte es schon geahnt." Die Hyper Rescue Unit, die Kusawa anführt, hat schon weltweit bei Naturkatastrophen geholfen. In Fukushima war sie sieben Tage. Die Feuerwehrleute arbeiteten in 36-Stunden-Schichten mit jeweils nur kurzen Pausen. Sie versuchten, mit Hochdruckpumpen die Brennstäbe im Reaktor 3 zu kühlen. "Unsere schweren Pumpen mussten wir mit den eigenen Händen tragen. 200 Kilo. Das war das Schlimmste."

Einsatzkräfte: Strahlung ist unsichtbarer Gegner

Feuerwehrmann Yukio Takayama spricht von einer großen Angst, die alle gehabt hätten: "Alles war anders als sonst. Normalerweise kämpfen wir gegen Feuer und Qualm. Wir fühlen die körperlichen Schmerzen. Aber hier in Fukushima war alles friedlich. Du hast nichts gesehen, nichts gespürt, nichts geschmeckt. Du stehst einem unsichtbaren Gegner gegenüber." Um sich vor der radioaktiven Strahlung zu schützen, trugen die Feuerwehrleute drei Lagen Schutzanzüge. Die psychische Belastung sei extrem gewesen. Aber, so Takayama weiter: "Wir würden jederzeit wieder gehen. Wenn der Anruf kommt, werde ich meine mutigen Männer sammeln. Und dann geht es los."

(Redaktion)


 


 

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