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Renten-Rürup redet über Altersvorsorge

Eine Fortbildungsveranstaltung der OLB mit Hauptredner Prof. Bert Rürup verzeichnet 150 Teilnehmer. Neben dem Thema Altersvorsorge stehen Lebens- und Krankenversicherung im Mittelpunkt weiterer Vorträge.

Die neue Bundesregierung müsse eine Antwort finden auf die Risiken der Altersarmut, sie solle auch die betriebliche Altersvorsorge stärken, ohne dabei private Vorsorgemöglichkeiten zurückzufahren. Dies sagte Prof. Dr. Dr. h. c. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute, ehemaliges Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen sowie Gestalter und Namenspatron der Basisrente („Rürup-Rente“) am Mittwoch, 25. September 2013 auf einer Fortbildungsveranstaltung der Oldenburgische Landesbank AG (OLB). Der Vorsorgeexperte zählte hier zu den fünf hochkarätigen Referenten.

Rund 150 Teilnehmer aus dem gesamten Nordwesten, darunter zahlreiche OLB-Berater mit der Zusatzqualifikation Versicherungsfachfrau/-mann (IHK), hörten in Oldenburg auf der dritten OLB-Versicherungsfachtagung aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Vorsorge und Absicherung. Zugleich, betonte OLB-Vorstandsmitglied Karin Katerbau bei der Begrüßung, sei die Tagung mit renommierten und bekannten Fachleuten auch ein Dankeschön der OLB für den engagierten Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt stehen den OLB-Kunden im gesamten Geschäftsgebiet der Regionalbank bereits rund 170 Versicherungsfachleute zur Verfügung – Tendenz weiter steigend. Diese erworbene fachliche Kompetenz sei ein elementarer Baustein für eine kompetente, ganzheitliche Beratung der Kunden zu Vorsorge- und Versicherungsthemen. „Darum fühlen sich die Kunden bei uns gut aufgehoben“, sagte Karin Katerbau.

Im Falle einer großen Koalition rechnet Bert Rürup mit einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes und der Einführung eines Mindestlohns. Eine Leistungsrücknahme in der gesetzlichen Altersvorsorge werde es hingegen nicht geben. Und sollte die Rentenreform zurückgedreht werden, stelle sich die Frage, wer das bezahlt. Denn eine Rentenreform ist bei realen Kosten immer ein Verteilungskompromiss, sagte Bert Rürup. Bei Faktoren wie hoher Langzeitarbeitslosigkeit insbesondere in Ostdeutschland, unzureichend verdienenden Selbstständigen und einem ausgeprägten Niedriglohnsektor bleibe als große Herausforderung vor allem die sich verstärkende Altersarmut. Vor diesem Hintergrund gewännen betriebliche Altersvorsorgen zunehmend an Bedeutung.

Dr. Alf Neumann, Mitglied des Vorstands der Allianz Lebensversicherungs-AG, zeigte anhand sinkender Geburtenraten, steigender Lebenserwartung, steigender Rentenbezugsdauer und sinkender gesetzlicher Rente die Grenzen der gesetzlichen Altersvorsorge auf. Dies führe zu einer wachsenden Vorsorgelücke für den Einzelnen. Lösungen seien private Vorsorgemodelle. Dank ihres breit aufgestellten Produktportfolios biete die Allianz für jeden Kunden das richtige Produkt zur Altersvorsorge. Kunden seien beispielsweise beim Vorsorgekonzept „Perspektive“ ausschließlich im leistungsstarken Sicherungsvermögen von Allianz Leben investiert und nutzten so die Finanzstärke des Marktführers. „Perspektive“ umfasse für die Ansparphase den garantierten Beitragserhalt und für die Rentenphase eine garantierte Mindestrente.

Zu den Leistungen und Services einer Berufsunfähigkeitsversicherung führte
Barbara Hufnagel, Gruppenleiterin der Allianz Lebensversicherungs-AG aus. Sie schilderte, dass im Bedarfsfalle Schnelligkeit, Persönlichkeit und Hilfestellungen besonders wichtig seien als Grundlagen einer zügigen und kompetenten Regulierung.

Eine Gegenüberstellung der Mythen und Fakten rund um die gesetzliche und private Krankenversicherung unternahm Dr. Birgit König, Vorstandsvorsitzende der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG und Mitglied im Vorstand der Allianz Deutschland AG. Sie widerlegte, dass die private Krankenversicherung nur etwas für Wohlhabende sei, da das Gros der privat Versicherten weniger verdiene als die Versicherungspflichtgrenze vorgebe. Außerdem sei die Beitragsentwicklung weitgehend analog zu jener der gesetzlichen Krankenversicherung. Im zweiten Teil ihres Vortrags schilderte sie, wie die Pflegeversicherung beim Vermögenserhalt helfe und dass das Geldvermögen bei mehr als zwei von drei Deutschen die Finanzierungslücke für einen Pflegefall nicht schließen könne.

Für den humorvollen Abschluss der Fachtagung sorgte der Personal-Trainer und Buchautor Patric Heizmann. Der Fitness- und Ernährungsexperte stellte seinen Beitrag unter das Motto „Ich bin dann mal schlank“. So erlebten die Teilnehmer nach viel fachlichem Input mit Analysen und Konzepten als Ausklang die Gesundheitsvorsorge auch noch einmal anders.

(Redaktion)


 


 

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