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Bremer 6-Tage-Rennen

"Fliegende Kühe" sind siegreich

Seit 38 Jahren steht Frank Minder nun schon an der Bahn beim Bremer-6-Tage-Rennen. So einiges hat der Mann schon erlebt in dieser Zeit, aber „fliegende Kühe“ waren ihm bislang noch nicht untergekommen.

Am Freitag flogen Erik Zabel und Leif Lampater zum Sieg in der zweiten Großen Jagd des Abends. Cyanblau und weiß gemusterte Kühe hat die Welt zwar auch noch nicht gesehen, aber aufgrund der gefleckten Trikots ihres Sponsors Milram hatte Chefsprecher Christian Stoll den beiden Rennfahrern diesen Spitznamen verpasst.

Die beiden stört der nur bedingt schmeichelhafte Name nicht die Bohne. Erst Recht nicht, wenn sie weiter so erfolgreich sind wie am Freitag, als Zabel auf der Zielgeraden noch die rundengleichen Konkurrenten Marvulli, Risi und Bartko überspurtete. „Es war eine sehr schnelle Jagd, aber wir hatten einen guten Lauf“, erklärte „Ete“ Zabel bei der Siegerehrung. Er selbst sei schwer rein gekommen ins Rennen, „aber Leif hat mir geholfen, den richtigen Tritt zu finden“. So weit mochte man dem sechsfachen Gewinner des Grünen Trikots ja noch glauben.

Dann allerdings erwischte man den Altmeister beim Flunkern. Auf die Frage, ob er denn bei seinem letzten Auftritt in Bremen unbedingt ganz oben auf dem Siegerpodest stehen wolle, sagte er bescheiden: „Ach, ein Podestplatz wäre schon schön. Aber der Leif, der will unbedingt gewinnen in Bremen, und ich werde alles geben, dass er das schafft.“ Dass er alles tut, um seinem Partner zu helfen, mag man ihm glauben, aber dass ein „Ete“ Zabel ein Rennen nicht unbedingt gewinnen, hat es noch nie gegeben.

In der ersten Jagd des Abends siegten Danny Stam und Bruno Risi. Lange Zeit hielten sie sich bedeckt in der ersten Jagd des Freitags - die beiden alten Füchse. Dabei mussten sie eigentlich angreifen, hatten sie doch nach dem Donnerstag eine Runde Rückstand auf die führenden Teams Franco Marvulli/Olaf Pollack sowie die Paarung Erik Zabel/Leif Lampater. Doch von Hektik keine Spur beim Altmeister aus der Schweiz und dem „kleinen Diesel“ aus den Niederlanden. Erst fünf Minuten vor Schluss setzten die beiden die entscheidende Attacke und fuhren mit einer taktischen Meiserleistung den entscheidenden Rundengewinn heraus. Die wütenden Angriffe der Konkurrenten in der Schlussphase konterten Risi und Stam cool und abgeklärt. Am Ende gewannen sie nicht nur die Jagd, sondern hatten nach Runden zu Marvulli/Pollack und Zabel/Lampater aufgeschlossen.

Bereits zuvor hatten gleich zwei Paare Frank Minder gezwungen, tief in den Prämientopf zu greifen. Zunächst unterboten Franco Marvulli und Olaf Pollack den bestehenden Bahnrekord über die so genannte Medienmeile (1000 Meter) in einer Zeit von 00:58.839 Minuten. Es war nicht gerade ein Rekord für die Ewigkeit, denn nur wenige Minuten später pulverisierten Robert Bartko und Andreas Beikirch die neue Bestmarke, indem sie den Kilometer in sagenhaften 00:58.589 Minuten zurücklegten.

(Redaktion)


 


 

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