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EU-Großübung FloodEx

Vermehrt Flutkatastrophen aufgrund des Klimawandels

Der Norden der Niederlande steht seit Dienstagabend unter Wasser. Aber nur zu Übungszwecken. Mit dem Eintreffen der Einsatzteams aus Deutschland, Estland, Großbritannien und Polen hat dort der praktische Teil der europäischen Großübung "FloodEx" begonnen.

Bis einschließlich zum heutigen Donnerstag trainieren in der Region Noord Holland rund 1.000 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes den Ernstfall bei einer Flutkatastrophe. Bei der Großübung wirken neben Kräften von DLRG und einem Hubschrauber-Team der Bundespolizei auch zahlreiche ehrenamtliche Aktive der THW-Verbände aus Bremen, Wilhelmshaven, Leer, Emden, Lingen, Hannover und Cloppenburg mit.

"Wir müssen künftig vermehrt mit großen Unwettereinsätzen als Folgen des Klimawandels rechnen. " (THW-Präsident Albrecht Broemme)

"Wir müssen künftig vermehrt mit großen Unwettereinsätzen als Folgen des Klimawandels rechnen", sagte THW-Präsident Albrecht Broemme am Mittwoch in Bergen. Er betonte, dass das Szenario für die Übung realistisch sei. Gerade die Niederlande wären in diesem Zusammenhang aufgrund ihrer geografischen Lage besonders bedroht. "Der europäische Bevölkerungsschutz muss enger zusammenwachsen, damit Großschadenslagen in Zukunft besser gemeistert werden können. Das mindert unter anderem den volkswirtschaftlichen Schaden, der mit einer solchen Katastrophe in der Regel einhergeht", sagte Broemme. Der THW-Präsident wies darauf hin, dass neben dem menschlichen Leid stets auch großer finanzieller Schaden entstehe.

Internationale Pumpstrecken

Nachdem am Dienstag die "Base of Operation" mit Einsatzleitung und Camp eingerichtet wurde, zeigten heute die Teams aus Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Estland und Polen ihr Leistungsvermögen. In einer Gemeinschaftsaktion von Spezialeinheiten des THW zur Bekämpfung von Hochwasser sowie Einheiten aus Großbritannien und Polen wurde erstmals eine mehrere hundert Meter lange gemeinsame Pumpstrecke aufgebaut. Die vom THW eingesetzten HCP-Einheiten (High Capacity Pumping) haben Pumpen, die bis zu 15.000 Litern in der Minute fördern können. Diese Einheit zeichnet insbesondere die Fähigkeit aus, in schwer zugänglichem Gebiet arbeiten zu können. Darüber hinaus sind sie dafür ausgelegt, Wasser über eine Entfernung von 1.000 Metern zu pumpen.

Grenzüberschreitende Hilfeleistung in Europa

Ziel der „FloodEx“ ist die Verbesserung der Koordinierung der gemeinsamen europäischen Hilfe sowie der Kooperation der verschiedenen Organisationen bei Großschadenslagen. Zum ersten mal wurden dabei vom THW die eigens für das europäische Gemeinschaftsverfahren konzipierten Spezialeinheiten zur Bekämpfung von Hochwasser (HCP) und zur technischen Unterstützung der Einsatzleitung (TAST) eingesetzt.

(Redaktion)


 


 

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