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Flughafen Münster/Osnabrück

Airport wegen Krise mit 12 Prozent Passagierrückgang - solide gewirtschaftet

Im Jahr 2009 sind am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) 1.388.160 Fluggäste gezählt worden. Das sind knapp 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotz der Entwicklung sieht man bei den FMO-Oberen nicht schwarz. Durch Einsparungen konnte man auch diesmal erreichen, dass die kommunalen Flughafen-Gesellschafter keine Verluste übernehmen müssen.

Die Zahl der Flugbewegungen sank nach FMO-Angaben infolge des nach Angaben des Dachverbands IATA "schwierigsten Jahr seit Aufnahme der zivilen Luftfahrt" im Wirtschaftsjahr 2009 um 5,2 Prozent auf 38.752 Starts und Landungen. Der Bereich Luftfracht büßte im selben Jahr mit einem Wert von 11.957 Tonnen Gütern um 12,2 Prozent an Ladungskapazität ein. Da die Fluggesellschaften sich in schwierigen Zeiten vornehmlich auf ihre "Cash Cows" und somit Hauptflugstrecken konzentrieren, spürte man am FMO die Auswirkungen der Wirtschaftskrise etwas stärker, bewegte sich bei den Rückgängen aber nach eigenen Angaben auf dem selben Niveau wie andere Regionalflughäfen.

Gleichauf mit den Nachbarflughäfen

Im Vergleich zu den westfälischen und niedersächsischen Nachbarflughäfen Dortmund, Paderborn und Hannover haben sich die Fluggastzahlen jedoch vergleichbar mit denen am FMO entwickelt, teilweise sogar besser. Trotz des Verkehrsrückgangs konnte man bis Jahresende den Flugplan und damit das Streckenangebot aufrecht erhalten. Hinzu kam zwischenzeitlich auch eine Direktverbindung nach Moskau. Als bedauerlichen Abgang muss man zum Jahresende 2009 jedoch die Einstellung der Flugverbindung nach Paris verbuchen. Dennoch  sieht man sich am FMO durch die sehr guten Anbindungen an die wichtigen internationalen Drehkreuze Frankfurt am Main (4 x täglich) und München (bis zu 7 x täglich) weiterhin gut positioniert.

Solide gewirtschaftet - leider Personalreduzierungen

Obwohl der mit der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 verbundene Verkehrsrückgang in dieser Höhe laut FMO nicht eingeplant war und man voraussichtlich einen Umsatzrückgang von minus 2,5 Mio. Euro verzeichnen muss, will man am FMO die wirtschaftlichen Ziele, die Ende 2008 durch die Aufsichtsgremien vorgegeben wurden, für 2009 nicht nur erreichen, sondern diese sogar noch positiv übertreffen. Hintergrund ist eine festgelegte, schrittweise Reduzierung des Jahresfehlbetrags. Die Planzahlen hatte der Flughafen durch solides Wirtschaften auch bereits für das vorangegangenen Wirtschaftsjahr 2008 erreichen können.

Auf die sich abzeichnende Wirtschaftskrise und den damit verbundenen Passagierrückgang musste das Flughafenmanagement auch mit umfangreichen Personalreduzierungen reagieren. Mit der Umsetzung des Sparprogramms "Tune Up 09" hätten nach FMO-Angaben der gesamte Umsatzrückgang ausgeglichen und gleichzeitig die Planzahlen erfüllt werden können. Die Flughafengesellschaft will die konkreten Zahlen zum aktuellen wirtschaftlichen Jahresabschluss testiert und von den Gesellschaftern genehmigt wieder zur Jahresmitte präsentieren und dazu Stellung nehmen. 

Gesellschafter müssen im 11. Jahr keine Verluste stemmen

„Bereits heute können wir ankündigen, dass auch für das Jahr 2009 keine Verluste durch die Flughafengesellschafter übernommen werden müssen. Dies ist nun bereits im 11. Jahr in Folge so,“ so Flughafengeschäftsführer Prof. Gerd Stöwer. Trotz aller Umstände ein Ergebnis, welches die zukunftsfähigkeit des bedeutenden Regional-Airports sichert und damit auch Arbeitsplätze.Darüber hinaus werde es selbst im Krisenjahr 2009 zu einer deutlichen Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses gegenüber den Vorjahren kommen. Der FMO befinde sich damit wirtschaftlich weiterhin auf dem Pfad der wirtschaftlichen Konsolidierung , so Stöwer.

„Es war klar, dass diese Wirtschafts- und Branchenkrise uns als kleineren Flughafen überproportional treffen würde. Dennoch können wir zum Jahresende sagen, dass wir mit der gesamten Flughafenmannschaft das Beste daraus gemacht haben.“

Insgesamt zeigte sich Stöwer mit dem abgelaufenen Jahr „den Umständen entsprechend“ zufrieden. „Es war klar, dass diese Wirtschafts- und Branchenkrise uns als kleineren Flughafen überproportional treffen würde. Dennoch können wir zum Jahresende sagen, dass wir mit der gesamten Flughafenmannschaft das Beste daraus gemacht haben.". Der FMO habe damit auch im abgelaufenen Jahr 2009 seine wichtige regionalwirtschaftliche Rolle wahrnehmen können, so Stöwer weiter, und biete den vielen Mitarbeitern der Flughafengesellschaft weiterhin sichere Arbeitsplätze und der Region als Verkehrsknotenpunkt wichtige Anbindungen.

(Redaktion)


 


 

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