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Europa gibt mehr als 4,4 Millionen Euro für die Kultur in Niedersachsen

Kulturprojekte in Niedersachsen können mit einer Förderung von mehr als 4,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rechnen. Nach einer Entscheidungsrunde im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sind von der NBank vier Bewilligungsbescheide ausgesprochen worden. Auch Osnabrück und der Lankreis Grafschaft Bentheim profitieren.

Der Landkreis Soltau-Fallingbostel erhält einen Zuschuss in Höhe von rund 300.000 Euro zur Umsetzung des Projektes "Kunst-Parcours im Camp Reinsehlen". Das Projekt des international renommierten dänischen Künstlers Jeppe Hein ist Gewinner des "Neulandpreises 2007", der auf Initiative des Kunstvereins Springhornhof mit der Stiftung Niedersachsen ausgelobt wurde. In seinem Interesse steht das Zusammenspiel von Architektur, Kommunikation und sozialem Verhalten im öffentlichen Raum.

Zur Realisierung des Projektes "Museum Kunstwegen-RAUMsichten" wurde dem Landkreis Grafschaft Bentheim ein Zuschuss in Höhe 749.700 Euro zugesagt. Der Zuschuss wird zur Erweiterung des 2000 eröffneten grenzüberschreitenden Museums im öffentlichen Raum "kunstwegen" gewährt.

In der Stadt Osnabrück wird die Erweiterung des Felix-Nussbaum-Hauses mit rund 1,5 Millionen Euro Zuschuss gefördert. In dem von Daniel Libeskind konzipierten Museum, das sich mit dem Leben und Werk des aus Osnabrück stammenden jüdischen Malers Felix Nussbaum befasst, der 1944 in Auschwitz ermordet wurde, werden ein neuer Eingangsbereich, ein Raum für die museumspädagogische Vermittlungsarbeit zur Vor- und Nachbereitung von Museumsbesuchen sowie Räume für Konzerte, Lesungen und Vorträge geschaffen. Besonders die pädagogische Begleitung der Schulklassen kann künftig in einem angemessenen Rahmen erfolgen.

Die Stadt Braunschweig erhält einen EFRE-Zuschuss in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro um das Städtische Museum Braunschweig den Anforderungen an ein modernes Museum anzupassen. Gegenstand des Vorhabens ist die Rückversetzung des denkmalgeschützten vierflügeligen Museumsgebäudes in seinen ursprünglichen Zustand. Das Museumsgebäude ist im Jahre 1906 in der Formensprache des Jugendstils errichtet worden. Es ist einer der wenigen Museumsbauten im Jugendstil in Deutschland und der einzige dieser Stilrichtung in Niedersachsen.

"Mit den EFRE-Mitteln aus der aktuellen Förderrunde können wir wichtige Projekte umsetzen, die unsere Regionen noch attraktiver werden lassen", sagte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann. Die EU-Strukturförderung solle die Versorgungs- und Standortqualität der Regionen nachhaltig und umfassend verbessern. Dazu gehörten neben der Erneuerung von städtisch geprägten Gebieten, dem Ausbau der Sozial - und Gesundheitsinfrastruktur auch die Aufwertung von Kultur und Kulturtourismus. Hintergrund: Für die Kultur stehen 28 Millionen Euro im so genannten RWB-Gebiet (Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung) zur Verfügung. Im einzigen Konvergenzgebiet in Westdeutschland auf dem Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Lüneburg können Projekte für die Laufzeit des Programms von 2007 bis 2013 mit insgesamt 24 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert werden.

(Redaktion)


 


 

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