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Neue Labore am Forschungszentrum Jülich

„Aus einer Hand voll Sand machen wir 25 Quadratmeter Solarzellen“

Das Forschungszentrum Jülich hat ein neues Photovoltaik-Technikum. Auf einer Fläche von 560 Quadratmetern bietet das Labor modernste Möglichkeiten, um Dünnschichtsolarmodule aus Silizium zu testen und weiterzuentwickeln. Der 2,1 Millionen Euro teure Neubau ist ausgestattet mit chemischen und physikalischen Messräumen.

„Aus einer Hand voll Sand machen wir 25 Quadratmeter Solarzellen.“ Das ist das Motto der Forscher für ihre Jülicher Silizium-Dünnschicht-Technologie. Im Photovoltaik-Technikum haben die Wissenschaftler erstmals die Möglichkeit, Module bis zu einer Größe von 1,4 Quadratmetern auf Alterung, Lichtempfindlichkeit und Defekte zu überprüfen. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie entwickeln sie neue Beschichtungs- und Herstellungsprozesse.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Neubau mit 1,35 Millionen Euro gefördert - als Beitrag für den Erhalt der Spitzenposition der deutschen Forschung. Doch die Herausforderungen ligen auch woanders. wie Prof. Hans-Joachim Queisser als Pionier der Photovoltaik einräumte. Die wirtschaftlichen Zwänge seien hierzulande sehr hoch, so der ausgewiesene Experte. Man forsche hier nördlich des 50. Breitengrades und China sei auf großen Flächen südlich des 30. Breitgrades unterwegs.

Forschungen auf dem Gebiet seit 1990

Die Arbeiten der 110 Mitarbeiter des Instituts für Energieforschung im Bereich Photovoltaik konzentrieren sich auf die Entwicklung von Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium. Für diese Solarzellen werden transparente, leitfähige Kontaktschichten entwickelt, die durch ihre Mikrotextur für einen besonders effektiven Lichteinfang sorgen. Als zukunftsweisendes Thema bearbeitet das „IEK-5“ alle Aspekte von Nanotechnologie im Bereich der photovoltaischen Energiewandlung - zum Beispiel nano-optische Komponenten zum verbesserten Lichteinfang in Solarzellen oder nano-strukturierte Materialien als funktionale Elemente, wie etwa neuartige Kontakt- oder Absorberschichten.

Seit 1990 wird in Jülich mit amorphem und mikrokristallinem Silizium geforscht. Im Gegensatz zu weit verbreiteten Silizium-Wafern erlaubt es eine energie- und damit kostensparendere Solarzellenproduktion. Der Bereich Photovoltaik in Jülich gehört zu den weltweit größten und führenden Forschungsinstituten im Sektor der Silizium-basierten Dünnschichtphotovoltaik.

(Redaktion)


 


 

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