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Berlinale 2009

Fragiles Liebesdrama „Alle Anderen“ feiert Premiere auf der Berlinale

Das Drama „Alle Anderen“ erzählt die Geschichte von Gitti (Birgit Minichmayr) und Chris (Lars Eidinger), einem ungleichen Paar, das sich in abgeschiedener Zweisamkeit durch einen Urlaub kämpft. Ausgelöst durch ein scheinbar unwichtiges Ereignis - die Begegnung mit einem anderen Paar - gerät die Beziehung ins Wanken. Der Film von Regisseurin Maren Ade feiert auf der Berlinale im Februar seine Weltpremiere.

Die sprichwörtlichen „Anderen“ in Ades Films sind nicht nur erfolgreicher, sondern verstehen es zudem perfekt, eine konventionelle Mann-Frau Rollenverteilung hinter einer modernen Fassade zu verstecken. Chris beginnt sich an den Anderen zu orientieren und versucht seiner eigensinnigen Freundin ihre Grenzen zu zeigen, wodurch Gittis Vertrauen in ihren Freund zutiefst erschüttert wird. Ihr Versuch, sich seinem neuen Wunschbild anzupassen, entwickelt sich vom Spiel mit einer neuen Rolle zu einem stillen Kampf gegen sich selbst. Während Chris in der Rolle des Stärkeren aufblüht und sich Gitti auf neue Weise öffnet, droht sie sich zu verlieren.

"Die Hauptfigur ist das Paar, keine Einzelperson"

„Ich wollte einen Film machen über das verworrene, einzigartige Gebilde, das zwei Menschen ergeben, wenn sie eine Liebesbeziehung führen. Die Hauptfigur sollte ein Paar sein und keine einzelne Person.“, sagte Maren Ade, Regisseurin des Films. Mit subtilem Humor und grausamer Genauigkeit erzählt „Alle Anderen“ von den widersprüchlichen Sehnsüchten eines Paares auf der Suche nach seiner Identität. Die Angst der Protagonisten vor Verantwortung und eigenen Gefühlen spiegelt die emotionale Orientierungslosigkeit einer Generation wieder. Eine intime Liebesgeschichte, die in die Tiefen einer Beziehung eintaucht und sich dabei ganz auf das feine, berührende Spiel ihrer Darsteller verlässt.

Zahlreiche Auszeichnungen für Vorgängerfilm

Wie schon „Der Wald vor lauter Bäumen“, der mehrfach ausgezeichnet wurde - u.a. mit dem Special Jury Award des Sundance Filmfestival, entwickelt „Alle Anderen“ aus einer einfachen Grundsituation eine vielschichtige Erzählung, die eine große Sogwirkung entfaltet. Dabei zeigt Maren Ade erneut ihre Fähigkeiten so wahrhaftig zu inszenieren, dass wir uns der Gefühlswelt der Figuren nicht entziehen können.

9.2.2009, 16 Uhr - Weltpremiere „Alle Anderen“ (Berlinale-Palast)

Deutscher Kinostart am 18. Juni 2009

(Redaktion)


 


 

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