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  • 19.02.2013, 05:55 Uhr
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Frankfurt/Main

Bundesbank hält Schiffsfinanzierungen für großes Risiko

Die Kreditfinanzierung für die Schifffahrt ist nach Einschätzung der Bundesbank angesichts der Krise der Branche eine Gefahr für die deutschen Geldinstitute.

"Ohne Zweifel handelt es sich bei der Schiffsfinanzierung um ein beträchtliches regionales und sektorales Risiko im Bankensektor", sagte Bundesbankvorstand Andreas Dombret laut Redemanuskript am Montag in Hamburg.

Die Schifffahrt habe ihren Einbruch nach der globalen Wirtschaftskrise von 2008 noch nicht überwunden und leide zudem unter Überkapazitäten wegen der zu optimistischen Bestellungen im Schiffbau. "In der Folge ist auch die Finanzierung der Schifffahrt in Deutschland in schweres Fahrwasser geraten", erklärte Dombret.

BaFin beobachtet Schiffsfinanzierer

Mitte 2012 hatten laut Bundesbank die wichtigsten Kreditgeber der Schifffahrt mehr als 100 Milliarden Euro an die angeschlagene Branche verliehen. Die Bankenaufsicht BaFin analysiere die betroffenen Institute seit einiger Zeit besonders aufmerksam, sagte Dombret.

Bislang habe die robuste Konjunktur dem Bankensystem hierzulande geholfen, die Lasten aus problematischen Geschäftsfeldern wie der Schiffsfinanzierung aufzufangen. "Nun darf den vom aktuellen Niedrigzinsumfeld begünstigten Anreizen, Bilanzbereinigungen zu vertagen, nicht nachgegeben werden", sagte Dombret.

Einige einstmals bedeutende Kreditgeber für die Schifffahrt haben sich bereits aus dem Geschäft zurückgezogen. So teilte die Commerzbank im Juni 2012 mit, die Sparte abzuwickeln.

(dapd)


 


 

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