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Importe nach Abschaltungen

Stromindustrie spricht von Verdoppelung der Einfuhren aus Tschechien und Frankreich

Nach dem Abschalten von sieben alten deutschen Atomkraftwerken (AKW) nach der Katastrophe von Fukushima hat die Energiewirtschaft die fehlenden Strommengen vor allem durch zusätzliche Importe ersetzt. "Seit dem 17. März ergibt sich ein Einfuhrüberschuss. Die Stromflüsse aus Frankreich und Tschechien haben sich verdoppelt", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, am Montag auf der Hannover Messe. Die Stromexporte in die Niederlande und in die Schweiz hätten sich halbiert, sagte sie sagte.

Die Bundesregierung hat wegen des Atomunfalls in Japan für die sieben ältesten AKW einen dreimonatigen Produktionsstopp verhängt und die Anlagen für Sicherheitschecks herunterfahren lassen. Laut BDEW fehlen dadurch 120 Gigawattstunden Stromerzeugung pro Tag, dazu komme das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld, das in Revision sei.

Müller: Steigende Strompreise

Müller forderte von der Bundesregierung, die Zeit des Moratoriums zu nutzen, um "einen Konsens zwischen den Parteien, zwischen Bund und Ländern, gesellschaftlichen Gruppen und natürlich auch mit der Energiewirtschaft zu diskutieren". Dazu müsse auch der Sachverstand der Energieindustrie genutzt werden. Laut Müller führte das Moratorium bereits zu steigenden Strompreisen an den Großhandelsmärkten. Müller nannte Steigerungsraten von zehn bis zwölf Prozent.

(dapd )


 


 

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